Posts Tagged Jan van Eyck
Entwicklung der Landschaft in der Malerei: Jan van Eyck, Joachim Patinir, Jan van Goyens
Posted by Provocateur in kulturelle Phänomen Landschaft on December 12th, 2009
Ein weiteres Bild von Jan van Eyck, einige Jahre später gezeichnet (1435), wies nun auch deutlich mehr landschaftliche Aspekte auf. Ein großer Bildteil besteht in der Madonna des Kanzlers Rolin bereits aus Landschaft. Auf diesem Bild sieht man im Vordergrund des Bildes den Kanzler und die Madonna sitzend, mit einem Kind auf dem Schoß. Der Hintergrund besteht zu großen Teilen aus Landschaft, was diese zu einem realen, gestalterischen Mittel macht. Die Landschaft wirkt nicht nur Hintergrund verzierend, sondern vielmehr auch Hintergrund gestaltend. Jan van Eyck arbeitete akribisch an jedem Detail, was seine Werke letztendlich so besonders und so einmalig für diese Zeit machten. Das vielleicht außergewöhnlichste an diesem Bild ist die ausschließliche Darstellung der Weltlichkeit.
Zwei Menschen prägen das vordere Geschehen, während eine Landschaft den Hintergrund gestaltet. Die Komponierung und die Detailfülle sind ebenfalls einzigartig. Doch auch in diesem Bild wird nicht gänzlich auf christliche Motive verzichtet, was sehr deutlich an der Geste des Kanzlers, den gefalteten Händen zum Gebet, zu sehen ist.
Die Italiener – Entdecker der Landschaft in der Malerei
Posted by Provocateur in kulturelle Phänomen Landschaft on November 24th, 2009
Die Italiener werden als die frühesten unter den Modernen angesehen. Sie nahmen die Natur als etwas mehr oder weniger Schönes wahr und lieferten als erste, feste Beweise für eine tiefere Wirkung großer landschaftlicher Anblicke auf das Gemüt. Sie erkannten die Bedeutung der Landschaft für die Seele (Dante 1307 – 1320). Diese Entwicklung begann mit der italienischen Renaissance.
In dieser Zeit entwickelte sich der Gedanke, dass die Erde nicht nur als Zwischenstation dient und das das Jenseits nicht die einzige, lebenswerte Welt darstellt. Man begann die Welt als etwas mehr oder weniger Schönes zu erkennen und man wollte nicht mehr hinnehmen, dass die Welt nur von Gott geschaffen wurde, um den Menschen leiden zu lassen. Man fing an, die Welt zu betrachten und im „Diesseits“ zu leben.


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