Das kulturelle Phänomen Landschaft und seine Entwicklung in der Malerei

Landschaft als kulturelles Phänomen ist ein Begriff, der in der Neuzeit geprägt wurde. Ein langer, kultureller Prozess ging dem voran, der die Erkenntnis, dass Landschaft nicht ein natürlicher, sondern ein vom Menschen geformter Raum ist, erst ermöglichte. Die frühe Landschaftsmalerei hat auf diesem Weg eine entscheidende Rolle gespielt.

Die Anfänge hierfür sind in der Renaissance zu sehen. Landschaft tauchte dabei anfangs gewissermaßen als Form auf, den Hintergrund zu verzieren und arbeitete sich über die Jahrhunderte hinweg in den Vordergrund, um letztendlich als eigenständiges, gestalterisches Mittel zu fungieren. Was bedeutet nun Landschaft und was macht Landschaft zu einem kulturellen Phänomen? In verschiedenen Artikel rund um das Thema Landschaft wird in der nächsten Zeit versucht das Phänomen Landschaft zu ergründen.

Eure Beiträge sind ebenfalls herzlich Willkommen. Bei Interesse, kontaktiert mich einfach und schickt mir eure Beiträge (zum Kontaktformular).

Continue Reading…

Add a comment

Sprachliche Konstruktionen – Fakten, Tatsachen und Ereignisse, Teil 3

Das sich das Verhältnis von Fakten und Interpretationen als eines der Kernprobleme der Geschichtstheorie und vor allem als ausschlaggebender Punkt erweist, wenn es um die Konstruktion der Geschichte durch Sprache geht, lässt sich auch am folgenden Beispiel festmachen. Ein und dasselbe Ereignis z.B., beinhaltet mitunter unterschiedliche Fakten (Tatschen). Beispielsweise ist es eine Tatsache das Ludwig XVI 1793 starb und es ist eine Tatsache, dass er hingerichtet wurde. Die Tatsache ist unumstritten, allerdings zeigt sich in der Sprache eine Spezifizierung, die für die Geschichte von großer Bedeutung ist und die nur durch die Sprache vermittelt werden kann. Es offenbart sich, dass der Begriffsrahmen eine völlig andere Ansicht eines Ereignisses liefern kann. Diesem Beispiel folgend, ist Ludwig XVI nicht nur gestorben, sondern er wurde auch hingerichtet. Das Ereignis ist in der Wirklichkeit präsent, erhält aber durch die Sprache eine ganz andere Wirklichkeit. In der Sprache liegen mehrere Wahrheiten verborgen, die auf unterschiedliche Wirklichkeitsauffassungen hindeuten (E.H. Carr).

Continue Reading…

Add a comment

Ein Exkurs von Chris Lorenz – Konstruktion der Geschichte durch Sprache, Teil 2

Chris Lorenz hat probiert das Problem, oder besser gesagt den Fakt, dass die Geschichte eine sprachlich konstruierte ist, in ein Schema zu packen. Gemäß Chris Lorenz hat man ein Ereignis, zu welchem es eine Quelle gibt. Diese Quelle ist bereits eine Konstruktion, eine Konstruktion von demjenigen, der diese Quelle „verfasst“ oder mündlich weitergegeben hat. Der Augenzeuge betrachtet ein Ereignis nach gewissen Gesichtspunkten, aus einer bestimmten Perspektive heraus. Das Problem ist demnach, dass jeder Autor bereits eine „Übersetzung“ mitliefert, da er ein Ereignis nur unter bestimmten Gesichtspunkten betrachtet. Der Historiker bearbeitet demnach eine schon vorinterpretierte Quelle und versucht an dieser herauszufinden und darzustellen, wie sich die Geschichte wirklich abspielte. Er rekonstruiert das Ereignis und versucht es rekonstruiert darzustellen.

Continue Reading…

2 comments

Konstruktion der Geschichte durch Sprache, Teil 1

Ein wichtiger Punkt, mit dem sich Historiker auseinander setzen müssen, wenn sie sich mit Geschichtstheorie beschäftigen ist, dass die Geschichte immer eine Konstruktion darstellt, die durch unsere Sprach- und Begriffswelt zustande kommt. Wir nehmen die Welt größtenteils durch Sprache wahr oder besser gesagt durch unseren „begrifflichen“ Rahmen. Wir konstruieren uns eine/unsere Wirklichkeit und damit auch die Vergangenheit als eine gewissermaßen „gewesene Wirklichkeit“. Was ist also eine Konstruktion und was macht eine Konstruktion der Geschichte zu einer Konstruktion der Geschichte durch Sprache?

Continue Reading…

2 comments