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	<title> &#187; Entwicklung der Landschaft in der Malerei</title>
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		<title>Entwicklung der Landschaft in der Malerei: Jan van Eyck, Joachim Patinir, Jan van Goyens</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 11:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[kulturelle Phänomen Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ecoles du Nord von 1643]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung der Landschaft in der Malerei]]></category>
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		<category><![CDATA[Landschaftsmalerei]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-83" title="Eyck_madonna_rolin" src="http://www.alltags-philosophen.de/wp-content/uploads/2009/12/Eyck_madonna_rolin-285x300.jpg" alt="Eyck_madonna_rolin" width="285" height="300" />Ein weiteres Bild von <a title="Jan van Eyck" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_van_Eyck" target="_blank">Jan van Eyck</a>, einige Jahre später gezeichnet (1435), wies nun auch deutlich mehr landschaftliche Aspekte auf. Ein großer Bildteil besteht in der <em>Madonna des Kanzlers Rolin</em> bereits aus Landschaft. Auf diesem Bild sieht man im Vordergrund des Bildes den Kanzler und die Madonna sitzend, mit einem Kind auf dem Schoß. Der Hintergrund besteht zu großen Teilen aus Landschaft, was diese zu einem realen, gestalterischen Mittel macht. Die Landschaft wirkt nicht nur Hintergrund verzierend, sondern vielmehr auch Hintergrund gestaltend. Jan van Eyck arbeitete akribisch an jedem Detail, was seine Werke letztendlich so besonders und so einmalig für diese Zeit machten. Das vielleicht außergewöhnlichste an diesem Bild ist die ausschließliche Darstellung der Weltlichkeit.</p>
<p>Zwei Menschen prägen das vordere Geschehen, während eine Landschaft den Hintergrund gestaltet. Die Komponierung und die Detailfülle sind ebenfalls einzigartig. Doch auch in diesem Bild wird nicht gänzlich auf christliche Motive verzichtet, was sehr deutlich an der Geste des Kanzlers, den gefalteten Händen zum Gebet, zu sehen ist.</p>
<p><span id="more-82"></span><br />
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<img class="aligncenter size-medium wp-image-84" title="Felsenlandschaft" src="http://www.alltags-philosophen.de/wp-content/uploads/2009/12/Unbenannt-1-Kopie-281x300.jpg" alt="Felsenlandschaft" width="281" height="300" />Der holländische Maler Joachim Patinir gilt als der erste, niederländische Maler, der sich hauptsächlich auf das Malen von Landschaften spezialisierte, allerdings verzichtete auch er nicht darauf, religiöse Szenen in seinen Werken einzubetten. Sehr anschaulich wird dies in seinem Bild eine Felslandschaft mit den Hl. dargestellt. Die wunderschön in Szene gesetzten Landschaften mit ihren phantastisch, anmutenden Felslandschaften bilden scheinbar das Fundament, um die Religiosität seiner Bilder noch zu verstärken.</p>
<p>Das soll an dieser Stelle verdeutlichen, dass die Religiosität keineswegs vergessen war und auch nicht aus der Motivpalette der Künstler verschwand. Die Kirche hatte noch immer eine sehr große Macht und war vor allem zu größtem Maße verantwortlich für Bildung und Kunst. Weiterhin bedeutete ein Konflikt mit der Kirche noch immer, dass man sein Leben aufs Spiel setzte. Letztendlich könnte man nun Vermutungen anstellen, ob die Einbettung religiöser Motive nur deswegen erfolgte, um nicht in einen Konflikt mit der Kirche zu gelangen, was sich an dieser Stelle allerdings nicht erschöpfend klären ließe. Was allerdings als ernstzunehmender Grund anerkannt werden kann ist, dass für viele Künstler dieser Zeit die Kirche noch immer ein sehr wichtiger Bezugspunkt darstellte. Alles das, was man sah, war in vielen Augen noch immer Gottes Schöpfung und Gottes göttlicher Pinselstrich. Letztendlich kam es nur zu einer Verlagerung der religiösen Darstellung von der Apostel Darstellung zur Landschaftsdarstellung, wobei Landschaft mit göttlicher Schöpfung gleichgestellt wurde.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-85" title="Windmühlen" src="http://www.alltags-philosophen.de/wp-content/uploads/2009/12/ME0000058997_3-300x205.jpg" alt="Windmühlen" width="300" height="205" />Fast zwei Jahrhunderte später vollendete sich erst die Entwicklung der Landschaftsmalerei zu einer Malerei, scheinbar frei von Religiosität, in den Werken Jan van Goyens. Seine Landschaften wirken gänzlich von jedem religiösen Einfluss befreit. Mit ihm entsteht die „wirkliche“ Landschaftsmalerei. Er ist der Erste, der vor allem auch kulturelle Landschaften, wie Häfen und Städte darstellte.</p>
<p>In seinem Werk Ecoles du Nord von 1643 z.B. stellt er eine Stadtlandschaft dar. Er machte kulturelle Landschaften malerisch und versuchte die Perfektion und das Schöne im menschlichen Schaffensprozess darzustellen. Sehr deutlich zu erkennen an der exakten Rechtsausdehnung seiner Bilder. Bei genauem Hinsehen erkennt man dies an den Segeln, Masten und auch Fahnen. Generell scheint jedes seiner Bilder rechtsbündig angeordnet zu sein.</p>
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