Ein Exkurs von Chris Lorenz – Konstruktion der Geschichte durch Sprache, Teil 2

Chris Lorenz hat probiert das Problem, oder besser gesagt den Fakt, dass die Geschichte eine sprachlich konstruierte ist, in ein Schema zu packen. Gemäß Chris Lorenz hat man ein Ereignis, zu welchem es eine Quelle gibt. Diese Quelle ist bereits eine Konstruktion, eine Konstruktion von demjenigen, der diese Quelle „verfasst“ oder mündlich weitergegeben hat. Der Augenzeuge betrachtet ein Ereignis nach gewissen Gesichtspunkten, aus einer bestimmten Perspektive heraus. Das Problem ist demnach, dass jeder Autor bereits eine „Übersetzung“ mitliefert, da er ein Ereignis nur unter bestimmten Gesichtspunkten betrachtet. Der Historiker bearbeitet demnach eine schon vorinterpretierte Quelle und versucht an dieser herauszufinden und darzustellen, wie sich die Geschichte wirklich abspielte. Er rekonstruiert das Ereignis und versucht es rekonstruiert darzustellen.

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