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		<title>Lindsy Lohans nackt im Playboy &#8211; Die Playboy-Strategie</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 11:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Playboy-Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Lindsy Lohans nackt im Playboy]]></category>

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		<description><![CDATA[Peinlich, pleite, Playboy. Diese Reihenfolge gilt im Showbiz seit jeher als vorgezeichneter Weg ins Karriere-Aus. Für kaum eine A-Prominente, die mit Talent und Können ihren VIP-Status erlangt hat, kommen Nacktbilder im berühmten Männermagazin in Frage. Nur abgehalfterte Stars mit Geldproblemen wird unterstellt, sich für Hugh Hefners Skandalblättchen auszuziehen.
Ein Playboy-Shooting hatte schon immer etwas Verdächtiges. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Peinlich, pleite, Playboy. Diese Reihenfolge gilt im Showbiz seit jeher als vorgezeichneter Weg ins Karriere-Aus. Für kaum eine A-Prominente, die mit Talent und Können ihren VIP-Status erlangt hat, kommen Nacktbilder im berühmten Männermagazin in Frage. Nur abgehalfterte Stars mit Geldproblemen wird unterstellt, sich für Hugh Hefners Skandalblättchen auszuziehen.</p>
<p>Ein Playboy-Shooting hatte schon immer etwas Verdächtiges. Es mag sich vielleicht dank der gelockerten Moralvorstellungen niemand mehr über nackte Haut aufregen. Dass die Bilder im Playboy dennoch einen mittleren Skandal auslösen können, kann man dieser Tage wieder einmal beobachten. Seit einer Woche ist der<a href="http://www.news.de/video/850691181/oh-la-la-lindsay/" target="_blank"><strong> Playboy mit Lindsay Lohans Topless-Aufnahmen</strong></a> käuflich zu erwerben. Reagierten die Amerikaner in den ersten Tagen noch etwas verhalten darauf, so haben sie mittlerweile sämtliche Zeitungskioske leergekauft. Hugh Hefner ist höchst zufrieden. <a rel="nofollow" href="https://twitter.com/#!/hughhefner" target="_blank"><strong>Begeistert twitterte er</strong></a>: «Die Lindsay-Lohan-Ausgabe bricht gerade jegliche Verkaufsrekorde.»<span id="more-165"></span></p>
<p>Zumindest im Playboy ist die durch Drogen- und Alkoholeskapaden bekannt gewordene Schauspielerin erfolgreich. Beruflich lief es in den vergangenen Monaten hingegen bescheiden. Regisseur Matthew Wilder, der einen Film über Pornolegende Linda Lovelace drehen will, schmiss sie wieder aus seinem Team, weil sie ihm mit ihrem Partyleben einfach zu unberechenbar erschien. Es ließ sich einfach keine Versicherung für sie abschließen.</p>
<p>Dazu kamen verschiedene Gefängnis- und Entzugsklinikaufenthalte. Nach den jahrelangen Schwierigkeiten, ihre Suchtprobleme in den Griff zu bekommen, scheint sie nun aber endlich auf dem richtigen Weg. Sie hält sich an Bewährungsauflagen und arbeitet fleißig die ihr verordneten Sozialstunden ab.</p>
<p><strong>Die Gefahr, als Lachnummer zu enden</strong></p>
<p>Und nun diese Playboy-Fotos. Sie sind geschmackvoll und lassen Lindsay Lohan besser aussehen, als sie es in den vergangenen Wochen getan hat. Alle Welt ist begeistert, die internationale Presse schreibt bereits über ein gelungenes Comeback. Ob sie die Chance nutzen wird, die jetzige &#8211; zur Abwechslung mal positiv ausfallende &#8211; mediale Resonanz in einen Erfolg zu verwandeln, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht.</p>
<p>Allerdings könnte es mit dem Karrieraufschwung auch gründlich daneben gehen. Denn obwohl sich Sex angeblich immer verkauft, hat sich schon so manches Starlet damit sämtliche Chancen gründlich verbaut. In Deutschland gibt es gleich mehrere abschreckende Beispiele. Nadja Abd el Farrag hat &#8211; wie es scheint &#8211; alles versucht, noch einmal richtig durchzustarten. Vergeblich. Wer nur dafür bekannt ist, die Freundin eines erfolgreichen Musikers zu sein, hat es nach der Trennung von selbigem schwer, berühmt zu bleiben. Also müssen alle Register gezogen werden. Und das bedeutet <a href="http://www.news.de/medien/855166933/100-tage-im-suesswarenladen/1/" target="_blank"><strong>Big Brother</strong></a>, <a href="http://www.news.de/special/849808251/dschungelcamp/1/" target="_blank"><strong>Dschungelcamp</strong></a> und Nacktaufnahmen. Genützt hat das Nadja Abd el Farrag alles nichts. Ganz im Gegenteil. Für viele ist sie nur noch eine Lachnummer.</p>
<p>Ein ähnliches Schicksal erlebte Susan Stahnke. Nach ersten freizügigen Fotos in der Gala, zog sie sich später für den Playboy aus und wollte in Hollywood groß rauskommen. Dass daraus nichts wurde, wissen wir spätestens seit ihrer Werbung für Damenpissoirs.</p>
<p><a href="http://www.news.de/fotostrecke/850696548/fuer-geld-und-ruhm-nackig-gemacht/1/" target="_blank"><strong>Welche Prominente dank des Playboy-Shootings einen Karriereschub erlebten und bei wem es eher das Gegenteil bewirkte, sehen Sie in unserer Fotostrecke.</strong></a></p>
<p>Quelle:<br />
<a href="http://www.news.de"  title="Nachrichten">Nachrichten</a> &#8211;<br />
<a href="http://www.news.de/medien/364371200/" >Medien Nachrichten</a> &#8211;<br />
<a href="http://www.news.de/medien/855255632/lindsay-lohan-nackt-fuer-den-karriereschub-im-playboy/1/"  title="Die «Playboy»-Strategie">Lindsay Lohan &#8211; Die «Playboy»-Strategie</a><br />
<br />Tags: </p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/f5a8a270e62b45cfb0eb70360ee45944" width="1" height="1" alt="" /><br />
<img src="http://www.news.de/syndication/tracking/id/2303/key/7c5f39cb3abae8443701aa6da6eb0d1e/type/5/article/855255632/" width="1" height="1" alt="" /></p>
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		<title>Filmkritik: Fear &amp; Loathing In Las Vegas</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 13:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Hunter S. Thompson gilt nicht unbedingt als der gesellschaftskonformste Autor seiner Zeit. Vielmehr im Gegenteil ist sein Werk, aber auch seine Person, oftmals von Provokation, Polemik und einer rebellischen Attitüde der Genuss-Befürwortung belegt. Seine verworrene, trunkenhafte Psyche legt er gerne in seinen Romanen dar. So auch in Fear &#38; Loathing in Las Vegas, das von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hunter S. Thompson gilt nicht unbedingt als der gesellschaftskonformste Autor seiner Zeit. Vielmehr im Gegenteil ist sein Werk, aber auch seine Person, oftmals von Provokation, Polemik und einer rebellischen Attitüde der Genuss-Befürwortung belegt. Seine verworrene, trunkenhafte Psyche legt er gerne in seinen Romanen dar. So auch in Fear &amp; Loathing in Las Vegas, das von <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000416/">Terry Gilliam</a> (12 Monkeys, Brazil) verfilmten Drogen-Epos mit überstylisierten und psychedelischen Elementen.</p>
<p>Fear &amp; Loathing In Las Vegas ist die Geschichte &#8211; oder auch die Illusion, der Traum, die psychische Welt &#8211; eines Sportjournalisten, der Hunter S. Thompsons Alter Ego entspricht. Er startet eine transzendale, wilde Reise nach Las Vegas durch die Wüste die von Drogen ausgelöster Paranoia und vielen Schweißausbrüchen begleitet wird. In der Stadt findet ein besonderes Event statt, doch die Protagonisten wollen lieber im <a href="http://de.casinotoplists.com/">Casino spielen</a> und high auf LSD sein. Letztendlich passiert daneben auch nicht viel mehr, doch umso unterhaltsamer üfr den Zuschauer.</p>
<p><span id="more-162"></span>Thompsons Metaphern in seiner Erzählung sind deutlich und klar, doch erst Gilliams bilderhafte Umsetzung macht einem nüchternen Menschen erst klar, wie die Welt für jemanden aussehen muss, der sich tagelang psychedelischer Substanzen hingibt. Wer sich gefragt hat: wie ist die Perspektive auf die surreale Welt der Drogenkonsumenten, wie sieht diese Welt aus, der kann sich Gilliams Vorstellung durchaus zu Herzen nehmen. In ihrer ganzen Absurdität bleibt die Story als auch die Umsetzung immer authentisch- so als ob man sich selbst in einem Körper befindet, der unter dem Einfluss unkontrollierbarer Mächte steht.</p>
<p>Dabei ist die Vorstellung von Gilliams LSD Trip, der in dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=T5TBS1UOThQ">großartigen Schauspieler Johnny Depp</a> zu Leben erwacht, nicht nur die einer positiven, lustigen; sie zeigt Höhen und Tiefen des Trips gleichermaßen. Sie verbirgt weder, dass es sich hier um ein hochgreifendes, fantastisches Gefühl handeln muss, welches die Sphären aller gedanklicher Dimensionen sprengt, noch dass diese Halluzigene zerstörerisch und brutal wirken und ihre Konsumten ohne Rücksicht behandeln.</p>
<p>In der <a href="http://de.casinotoplists.com/roulette">Stadt von Roulette</a> und Poker und den glitzernden Boulevards der Dekadenz findet sich ein perfekter und doch übertriebener Hintergrund für diese Geschichte. Die Stadt selbst scheint an vielen Städten wie ein drogenreicher Trip in ein anderes Bewusstsein und wird als kulturelles Symbol für den Ausbruch aus dem Alltag verwendet. Insofern kommt Las Vegas als Rahmen für die Erzählung unfehlbar zum Tragen und betont nur noch die Absurdität, in derer sich Thompson hin und wieder verfängt.</p>
<p>Abschließend kann man sagen, dass Fear &amp; Loathing in Las Vegas nichts für schwache Nerven ist, aber einen wunderbar-exzentrischen Einblick in eine bunte, traurige Welt liefert.</p>
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		<title>Korruption im Altrömischen Reich im historischen Kontext</title>
		<link>http://www.alltags-philosophen.de/2011/09/24/korruption-im-altromischen-reich-im-historischen-kontext/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 19:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichtstheorie]]></category>

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		<description><![CDATA[ Die spätkaiserliche Zeit
Nach dem Ende der Severische Dynastie, die von 193-235 n.Chr. dauerte, folgte die große Krise des 3. Jahrhunderts. Dieses Jahrhundert war geprägt von zahlreichen Usurpationen und Bürgerkriegen. Die Soldatenkaiser sahen sich dem Ansturm der Germanen an Rhein und Donau ausgesetzt, während das Reich im Osten, besonders die Provinzen Syrien und Kleinasien, gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong><strong>Die spätkaiserliche Zeit</strong></p>
<p>Nach dem Ende der Severische Dynastie, die von 193-235 n.Chr. dauerte, folgte die große Krise des 3. Jahrhunderts. Dieses Jahrhundert war geprägt von zahlreichen Usurpationen und Bürgerkriegen. Die Soldatenkaiser sahen sich dem Ansturm der Germanen an Rhein und Donau ausgesetzt, während das Reich im Osten, besonders die Provinzen Syrien und Kleinasien, gegen Ardaschir aus der Dynastie der Sassaniden des Neupersischen Reiches zu verteidigen war. Dem ständig wachsenden Druck auf alle Grenzen des römischen Reiches war die römische Abwehr nicht gewachsen. Dies endete Mitte des 3. Jahrhunderts in einer tiefen Krise, in der das Reich kurz vor dem Untergang stand.<a href="#_ftn7">[7]</a> Dieser erreichte Tiefpunkt fällt unter die Herrschaft von Kaiser Gallienus (253-268 n.Chr).<a href="#_ftn8">[8]</a></p>
<p>Auf die Grenzen des ganzen römischen Reiches wurden Angriffe ausgeübt, Plünderungszüge wurden veranstaltet<strong>,</strong> und es ist allein der Unkoordiniertheit der Gegner zu verdanken, dass das römische Reich nicht zerstört wurde. „Schlimmer jedoch als die territorialen Verluste waren die Verwüstungen, der Raubbau an den Ressourcen und der Zusammenbruch des Währungssystems.“<a href="#_ftn9">[9]</a> Dies betraf jedoch nicht alle Teile des Reiches gleichermaßen. Dennoch führte die Krise des 3. Jahrhunderts zu zahlreichen Veränderungen.</p>
<p><span id="more-133"></span></p>
<p><strong>Die Spätantike</strong></p>
<p>Der Übergang in die Spätantike vollzog sich 284 mit Diokletian (285-305 n.Chr). Wie seine Vorgänger sah er sich vor eine Menge ungeklärter Probleme gestellt, die er zu lösen versuchte. Nach seiner Kaisererhebung stellte er schnell fest, dass es grundlegender Veränderungen bedurfte<strong>,</strong> um ein Reich dieser Größe zu regieren. Damit begann eine Zeit des Umbruchs und der Transformation.</p>
<p>„Die Grenzen mussten gesichert, das Kaisertum wieder zum Garanten der inneren Stabilität gemacht, das Steuer- und Abgabensystem reformiert, die Währung wieder auf eine feste Grundlage gestellt und eine Antwort auf die religiöse Herausforderung gefunden werden.“<a href="#_ftn10">[10]</a></p>
<p>Um seine Herrschaft zu festigen und den Verlust der Reichseinheit zu umgehen, schuf Diokletian das Kaiserkollegium, die so genannte <em>Tetrarchie</em>, welche sich aus zwei <em>Augusti </em>(Diokletian und Maximian) und den <em>Caesares</em> (Galerius und Konstantius) zusammensetzte.<a href="#_ftn11">[11]</a> Diokletian erkannte nicht nur die Notwendigkeit der Arbeitsteilung, sondern reformierte auch das Verwaltungswesen, welches er in einen zivilen (<em>Dignitas</em>) und einen militärischen (<em>Militia</em>) Sektor teilte. Eine effizientere, staatliche Verwaltung sollte durch die Teilung der Provinzen und die Einführung von Diözesen und Präfekturen begünstigt werden. Gleichzeitig sollte eine örtliche Machtzusammenballung verhindert<a href="#_ftn12">[12]</a> werden und eine Kontrollfunktion geschaffen werden.<a href="#_ftn13">[13]</a> Weiterhin systematisierte er das Abgabensystem, schaffte frühere Steuerarten ab und versuchte durch zwei Münzreformen die zerrüttete Währung zu festigen. Ein weiterer Versuch der wirtschaftlichen Stabilisierung war sein Höchstpreisedikt. Ferner versuchte er das Reich durch eine zentrale Kulturpolitik<a href="#_ftn14">[14]</a> und eine sakrale Zementierung seiner Herrschaft (Beinname <em>„Iovius“</em>), zusätzlich zu einen. Dies führte zu schweren Christenverfolgungen, da Diokletian von der Unvereinbarkeit von Christentum und römischer Lebensordnung überzeugt war.<a href="#_ftn15">[15]</a></p>
<p>Die entscheidende Wende kam erst mit Kaiser Constantin, der 312 n.Chr die Herrschaft über den gesamten Westen gewann. Er verhalf dem Christentum zu einer gleichberechtigten Stellung gegenüber den anderen Religionen, wenn nicht sogar zu einer Begünstigung. Mit diesem ‚Bündnis’ zwischen Kaiser und Kirche bezweckte Constantin eine Festigung seiner Herrschaft und des Staates.<a href="#_ftn16">[16]</a> Die Gründung Konstantinopels, als zweite Hauptstadt neben Rom, fällt ebenfalls in die Regierungszeit Konstantins. Nach seinem Tod kam es zu Bruderkämpfen, bis Constantius II 353 n.Chr die Alleinherrschaft erlangte.<a href="#_ftn17">[17]</a> Im Jahre 361 folgte Julian Apostata (361-363 n.Chr) auf den Thron und unter seiner Herrschaft kam es zu einem letzten Versuch, das Heidentum wiedereinzuführen.</p>
<p>Es gelang Julian gegen die Korruption vorzugehen. So verbesserte er z.B. das Verwaltungswesen, förderte Städte sowie Finanz- und Postwesen, beschäftigte sich mit dem Justizwesen als auch mit dem Bildungswesen. Durch ihn erhielt der Staat die Möglichkeit, auf Bildungseinrichtungen Einfluss auszuüben. Bedeutung errang auch die Bibliothek, der er seine Privatbibliothek stiftete und repräsentative Räumlichkeiten bauen ließ. Nach seinem Tod erfolgte eine Reichsteilung, da es unmöglich geworden war, ein Herrschaftsgebiet dieser Größe allein zu regieren. Erst mit Theodosius (379-395 n.Chr), der letzte Alleinherrscher des Imperiums, wurde das Reich wieder vereinigt. In die Zeit seiner Herrschaft fällt auch die Einführung des Christentums als Staatsreligion, welche sicherlich eine stabilisierende Wirkung hatte. Theodosius erkannte ebenfalls die Korruption des Verwaltungsapparates und versuchte dagegen vorzugehen. Er deckte die Machenschaften römischer Beamten auf und zog sie zur Verantwortung. Diese Versuche waren allerdings nur von mäßigem Erfolg gekrönt und Theodosius selbst fiel 375 einer Palastintrige zum Opfer. Nach seinem Tod 395 teilten seine Söhne das Reich endgültig. Honorius regierte im Westen und Arcadius im Osten, allerdings blieb die Idee der Reichseinheit bestehen, da die jeweiligen Gesetzte des einen Herrschers immer auch im Machtbereich des Anderen galten.</p>
<p>Die Spätantike war geprägt von Reformen und Reformversuchen seitens der römischen Kaiser<em>.</em> Sie erkannten, dass Korruption ein schwer wiegendes Problem darstellt was sich vor allem in den Provinzen wieder spiegelte und dem römischen Reich schadete. Besonders die Verwaltung des gewaltigen, römischen Reiches sollte effizienter gemacht werden. Rom ließ sich immer schwerer regieren und es kam zu unglaublichen Misswirtschaften, vor allem in den weit entfernten Provinzen. Die Verwaltungsreformen des Diokletian und der „codex Theodosius“ belegen, dass sich der Grossteil der Probleme auf die Provinzen des Reiches konzentrierte. Belege dafür liefern die spätantiken Rechtssammlungen (codices) in denen viele Gesetze vom römischen Kaiser persönlich erlassen wurden, welche ausschließlich für die Provinzen gelten sollten. Im „codex Theodosianus“ befasst sich fast jedes dritte Gesetz mit den Amtsvergehen von Beamten.<a href="#_ftn18">[18]</a></p>
<p><strong>Korruption als Problem der Provinzialverwaltung</strong></p>
<p>Am häufigsten anzutreffen war Korruption im Gerichts- und Steuerwesen. Vor allem Jurisdiktionsmagistrate erwiesen sich als bestechlich oder ließen sich beeinflussen oder einschüchtern. Dies kam den Mächtigen zu Gute, denn Geld, Macht und soziale Stellungen beeinflussten nachhaltig den Verlauf von Prozessen.<strong> </strong>Als Reaktion auf korrupte Praktiken entstand das Gerichtspatrozinium. Bei diesem leisteten einflussreiche Persönlichkeiten zumeist rangniederen Personen als Patron<strong> </strong>Beistand, indem sie z.B. Empfehlungsschreiben verfassten oder sich auch persönlich bei den Richtern für sie einsetzten.</p>
<p>Ein Beispiel für eine solche Führsprache beschreibt auch Ausbüttel sehr eindringlich. Da geht es z.B. um die Ehefrau eines Bäckers in Antiochia, welcher der angesehene Sophist Libanios zu Hilfe eilt. Sie hatte sich bei ihm darüber beschwert, dass der Bedienstete der Stadt, der ihren Mann ausgepeitscht hatte, erst einer Behandlung durch einen Arzt zustimmte, nachdem er von ihr Geld erpresst hatte. Interessanterweise nahmen durch das Gerichtspatrozinium illegale Praktiken zu.<a href="#_ftn19">[19]</a></p>
<p>Korruption dürfte ebenfalls in der städtischen Administration weit verbreitet gewesen sein. Aus Antiochia ist z.B. ausserdem bekannt, dass die kuriale Pherenikos der im Auftrage des <em>comes Orientis</em> die Bäcker überwachte, nur bei denen falsche Gewichte entdeckte, die ihn nicht mit Geld bestochen hatten. Bei den Steuerhebungen kam es vor allem zu überhörten Forderungen. Nicht selten dienten dazu Auspeitschungen, Folterungen und Inhaftierungen, um ungerechtfertige Forderungen durchzusetzen.<strong> </strong>Weiterhin weigerten sich Steuerbeamte Quittungen auszustellen, verwendeten falsche Maße und Gewichte, hielten bestimmte Fristen bei der Steuereinziehung nicht ein, unterschlugen Steuern, quälten und folterten Provinzialen oder begünstigten Personen, indem sie ihnen Steuernachlässe oder Immunität gewährten.</p>
<p>Allgemein lässt sich sagen, je weiter man von Rom weg kam, umso stärker wurde die Korruption und desto normaler wurden korrupte Praktiken. Das liegt vor allem an der starken Zentralgewalt Roms, welche enorme Probleme hatte, die Provinzen des Reiches zu überwachen und zu verwalten. Den Kaisern dienten zur Verwaltung der Provinzen quasi nur ihre Magistrate. Sie regelten den größten Teil der Angelegenheiten in den Provinzen selbst und waren die vom Kaiser gesandten, direkt dem Kaiser unterstellten Staatsdiener. Genau an dieser Stelle kam es zu großen Problemen, weil der Kaiser nicht überall sein konnte, um seine Untergebenen zu kontrollieren und diese, in der Regel, alles andere als ehrliche Untergebene waren.<a href="#_ftn20">[20]</a></p>
<p>„Die Kaiser entsandten Statthalter in die Provinzen, um ihrer Autorität Geltung zu verschaffen. Auf ihnen ruhte letzten Endes die Verantwortung, den Willen und die Interessen der kaiserlichen Zentralgewalt gegenüber der Bevölkerung in die Tat umzusetzen und nach Möglichkeit zu realisieren.“<a href="#_ftn21">[21]</a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Magistrate </strong></p>
<p>Ein Magistrat (<em>lat. Magistratus: Obrigkeit</em>) ist ein Kollektivorgan an der Spitze der Verwaltung einer Stadt. In der Antike war Magistrat die Bezeichnung von verschiedenen Ämtern, die in der Regel vom Volk vergeben wurden (Archon, Prätor, etc.). Man trennte dabei die Magistrate in niedrige Magistrate (Quästor, Tribunat), deren Machtbefugnis als <em>„potestas“</em> bezeichnet wurde und in höhere Magistrate, deren Macht <em>‚imperium’</em> genannt wurde. Höhere Beamte durften mit Volk und Senat in Verhandlungen treten, gegen niedere Beamte vorgehen und Verhaftungen vornehmen. Während der Amtsperiode genossen sie Immunität, erst danach durften Magistrate für ihre Handlungen zur Verantwortung gezogen werden. Allerdings konnte nach Ablauf der Amtsperiode das <em>‚imperium’</em> von Konsuln und Praetoren<em> </em>verlängert werden zu so genannten <em>‚Promagistrate’.</em> Seit den Reformen des Sulla erfolgte diese Verlängerung regulär (<em>prorogatio</em>), damit Proconsuln und Propraetoren die Verwaltung einer Provinz übernehmen konnten.<a href="#_ftn22">[22]</a> Im Grunde genommen bedeutete dies nichts anderes, als das höhere Beamte in der Regel keine Konsequenzen für ihr Handeln befürchten mussten, da sie während ihrer Amtszeit Immunität besassen und sich ihre Amtszeit meist auf Lebzeit ausweitete. Die Kaiser beklagten ihrerseits immer wieder den Schacher mit Ämtern. Umso verwunderlicher ist es, dass sich ihre Maßnahmen gegen den Käufer des Amtes richteten und nicht gegen den Verkäufer. Diese Maßnahmen und diese Akzeptanz sind nur so zu erklären, dass die Kaiser einen gewissen Nutzen aus dem Kauf von Ämtern und den sich daraus ergebenden unkorrekten Amtshandlungen zogen.<a href="#_ftn23">[23]</a></p>
<p>Im Hinblick auf Korruption ist nun weiterhin interessant, dass die Besoldung der Magistrate unterschiedlich<strong> </strong>ablief.<strong> </strong>Ein gravierender Unterschied bestand in der Besoldung der städtischen und der staatlichen Magistrate. Die städtische Verwaltung war eine Honoratiorenverwaltung, was so viel hieß, dass diese Magistrate ihre Tätigkeiten unentgeltlich ausübten und für die Übernahme eines Amtes noch eine <em>summa honoraria </em>bezahlen mussten, während dessen die staatlichen Amtsträger Gehalt empfingen. Die städtischen Magistrate mussten also Geld aufbringen, um ein Amt überhaupt erst ausführen und übernehmen zu dürfen, was wiederum dazu führte, dass es in einigen Provinzen des Reiches zu einem Mangel an städtischen Magistraten kam. Dies veranlasste den Kaiser dazu, etwaige Ämter obligatorisch zu machen. Eine weitere Auswirkung war, dass die städtischen Magistrate infolgedessen besonders freudige Empfänger von Schmiergeld Zahlungen waren.</p>
<p>„Aus Antiochia ist bekannt, dass die Kuriale Pherenikos, der im Auftrage des <em>comes Orientis</em> die Bäcker überwachte, nur bei denen falsche Gewichte entdeckte, die ihn nicht mit Geld bestochen hatten.“<a href="#_ftn24">[24]</a></p>
<p>Allein aus der Tatsache heraus entstanden die verschiedensten Probleme, vor allem in abgelegenen Provinzstädten.<strong> </strong>Es führte z.B. dazu, dass sich diese Honorar Magistrate noch andere Betätigungsfelder suchten und/oder sich bestechen ließen.<a href="#_ftn25">[25]</a> Weiterhin führte dies dazu, dass sich durch den Kauf von Ämtern, Familien ganze Städte einverleiben konnten. Je schwächer die Finanzen einer Stadt waren, umso mehr konnten einzelne, vermögende Familien die Besetzung wichtiger Ämter und Positionen für sich bestimmen. Folglich kam es stellenweise dazu, dass in verschiedenen Provinzen, ganze Städte von Familien Clans geführt und kontrolliert wurden.</p>
<p><strong>Die Adäration</strong></p>
<p>Ein weiteres Korruptionsproblem in der Spätantike war die Adäration<strong><em>.</em></strong> Die Adäration ist ein <em>Terminus technicus</em> des spätantiken Steuer- und Besoldungswesens und bedeutet die Umwandlung von Naturalleistungen, die seit dem 3. Jh. n.Chr. weite Bereiche der Steuer- und Besoldungswesens durchdrungen hatten, in Geldzahlungen.<strong> </strong>Dabei sind zwei Arten der Adäration zu unterscheiden: die Steueradäration und die Verteilungsadäration.<a href="#_ftn26">[26]</a> Dieses Verfahren war korruptionsträchtig, weil es aufgrund der Instabilität der spätantiken Agrarproduktion und der Nahrungsmittelpreise den staatlichen – zivilen wie militärischen Funktionären – die Möglichkeit zu Spekulationsgeschäften eröffnete. Ferner bot es Gelegenheit zu erpresserischen Forderungen mit Hilfe willkürlich festgelegter, überhöhter Adärationssätze.<strong> </strong></p>
<p>„Das Korruptionspotential dieser Adärationsverfahren ergab sich aus dem starken Schwanken der Agrarpreise infolge struktureller Schwächen der antiken Landwirtschaft, vor allem aus ihrer großen Anfälligkeit für katastrophale Missernten. Diese Adärationskorruption führte zu einer Bereicherung der Amtsträger bzw. Offizieren durch Spekulationsgeschäfte, wie sie auch auf dem privaten Sektor in der Spätantike oftmals bezeugt sind, wenn etwa Privatleute Getreide horten und eine Nahrungsmittelknappheit abwarten, um es dann zu hohen Preisen zu verkaufen.“<a href="#_ftn27">[27]</a></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Korruption in der Provinz Afrika </strong></p>
<p>Die Provinz Afrika soll hier nun genauer untersucht werden und als Paradebeispiel dienen. Die <em>‚provincia africa’</em> (provincia = Amtsbereich, in Fläche gedacht) wurde mehr oder weniger in den ersten beiden Punischen Kriegen (264 v.Chr. – 201 v.Chr.)<strong> </strong>für Rom beansprucht und im dritten Punischen Krieg 146 v.Chr. endgültig romanisiert.<a href="#_ftn28">[28]</a> Die afrikanische Provinz war eine kaiserliche Provinz und unterstand somit der ganzen Aufmerksamkeit des Kaisers. Seit Augustus kam es zu dieser Art von Trennung der Provinzen. Die Provinzen wurden in senatorische Provinzen und in Provinzen des römischen Volkes, der ‚populi romani’ unterteilt. Die Statthalter aus dem Senatorenstand, die mittels eines Losverfahrens bestimmt wurden und jene Provinzen verwalteten, die nicht dem Kaiser unterstellt waren nannte man ‚<em>proconsules’</em>.<a href="#_ftn29">[29]</a> Die ‚<em>populi romani</em>’ waren dem Kaiser persönlich unterstellt. Zu diesen zählten Provinzen, welche dem Kaiser am wichtigsten waren und die als politisch brisant einzustufen waren. Die <em>‚provincia africa’ </em>war eine von sieben <em>‚populi romani’</em>. Allerdings gab es nicht wirklich eine klare Trennung zwischen den senatorischen Provinzen und den kaiserlichen Provinzen, da die Kompetenzen zwischen Kaiser und Senat nicht klar abgegrenzt waren.<a href="#_ftn30">[30]</a></p>
<p>Jedenfalls spätestens seit dem Ende der punischen Kriege 146 v. Chr. fiel Afrika in die Hände der Römer. Unter Caesar wurde Numidia dann auch annektiert und zur <em>‚africa vetus’</em> und <em>‚africa nova’</em>. Augustus fasste diese zusammen und machte daraus die <em>„provincia africa“</em> mit der Hauptstadt Karthago. Hauptanbau der Provinz war Weizen, welcher 2/3 des Weizenbedarfs von Rom deckte.</p>
<p>„Das römische Afrika, das sich so lange einer Friedenszeit rühmen konnte, wurde von Berberstämmen bedroht. Der Konflikt hatte sich schon lange angebahnt. Bereits vor dem Regierungsantritt Valentinianus waren einige Städte von organisierten Plünderern heimgesucht worden.</p>
<p>Die Bewohner erflehten vom Militärkommandanten Romanus ein sofortiges Eingreifen. Dieser wollte allerdings nur dann anrücken, falls zuerst grössere Summen in seine eigene Tasche flossen. Die Städte waren nicht in der Lage die geforderte Summe aufzubringen und schickten anlässlich des Regierungswechsels 364 eine Gesandtschaft mit einem Protestbrief zum Kaiser.</p>
<p>Doch Romanus konnte sich geschickt herauswinden und beeinflusste eine Untersuchungs- Kommission zu seinen Gunsten. Im Winter 367 fielen die Austorianer in Leptis Magna und die Städte versuchten es mit einer erneuten Gesandtschaft. Der Kaiser schickte seinen Notare Palladius zur Untersuchung der Vorfälle. Doch der wurde von Romanus bestochen und die Bewohner mussten in einem Prozess unter Androhung von Gewalt ihre Anschuldigungen widerrufen.“<a href="#_ftn31">[31]</a><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Probleme der Grenzsicherung durch einfallende Barbarenstämme, Plünderer oder auch Vandalen waren in dieser Zeit im römischen Reich keine Seltenheit.</p>
<p>Korruption stellte einen festen Bestandteil der römischen Gesellschaft dar. Es war für die Kaiser sehr schwer nachvollziehbar, was wirklich in den Provinzen vor sich ging. Viele Gesetze, vor allem auch speziell für den Raum Afrika geben kund, dass gerade in der afrikanischen Provinz enorme Probleme vorhanden waren.<strong> </strong>In den „Codex Theodosius“ gab es viele Gesetze, die speziell für die afrikanische Provinz gelten sollten.</p>
<p>„An die ‚Afrikaner’ gerichtet (ad afros):</p>
<p>Stationarii primipilarium in festen Standorten dürfen (an die Provinzialen) keine Mehrforderungen über das festgesetzte Maß hinaus stellen, keine Kerker (für Verbrecher) unterhalten und nur 2 Pferdeknechte (agasones) aus der Provinz haben und keine zusätzlich aus Numidenien oder anderen Provinzen. Sie dürfen auch sonst niemanden als Gehilfen bei sich haben, der früher schon bei einem stationarius Dienst geleistet hat.</p>
<p>Bei Verstoss droht Todesstrafe.“<a href="#_ftn32">[32]</a></p>
<p>Ohne Zweifel war die Provinz Afrika eine nicht einfach zu regierende Provinz. Infrastrukturelle und geografische Probleme sind allein schon durch die enorme Größe unabänderbar. Das die afrikanischen Provinz sehr wichtig war für Rom, lässt sich einfach begründen. Viel fruchtbares Land und viele wichtige natürliche Ressourcen sprechen für sich. Die Korruption schien allerdings alles auf zu fressen und es kam zu einer unermesslichen Misswirtschaft. Dabei könnte die Tatsache, dass eine Person mehrere Posten ausüben konnte und dies durchaus üblich war, eine wichtige Rolle spielen.<a href="#_ftn33">[33]</a></p>
<p>Weiterhin scheint aber auch die Bevölkerung ein starkes Gefühl für Recht und Unrecht gehabt zu haben, da sie sich schon vermehrt mit geltendem Recht gegen Unrecht zur Wehr setzten. Dies zeigt sich vor allem daran, dass die Kaiser nur von etwaigen Missständen erfuhren, wenn sie darüber informiert wurden.<a href="#_ftn34">[34]</a> Einerseits gab es ein enormes Netzwerk von Ausbeutern, anderseits gab es aber auch eine starke Kraft, die gegen diese Ausbeuter arbeiten wollte. Die römische Gesellschaft war eine Gesellschaft von Seilschaften und Netzwerken, und auch den Afrikanern war der besondere Status ihrer Provinz bewusst. An dieser Stelle muss allerdings klar abgegrenzt werden, dass mit dem Afrikaner keineswegs Bauern gemeint sind, sondern höchstwahrscheinlich Beamte, die allerdings nichts vom großen Kuchen abbekamen. Es standen sich also eher Netzwerke gegen Netzwerke und Seilschaften gegen Seilschaften gegenüber, anstatt Gut gegen Böse, Gerechtigkeit gegen Unrecht. Obwohl höchstwahrscheinlich das unterlegene Netzwerk (Clan, Familie) sich der Gerechtigkeit zu verschrieben schien und in diesem Sinne handelte.</p>
<p>Weiterhin ist zu bedenken, dass etwaige korrupte Praktiken unter Strafe standen. Die meisten Amtsvergehen kamen im Bereich der staatlichen Verwaltung vor, hauptsächlich im Gerichts- und Steuerwesen. Dabei wurden illegale Handlungen aller Art geahndet und reichten von „Rechtsverweigerung, Unterschlagung von Beschwerden, Prozessverschleppung, vorschriftswidrige Behandlung von Angeklagten, unzulässiger Vollstreckung von Strafen bis zu Behinderungen von Appellationen.“<a href="#_ftn35">[35]</a><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Korruption als Phänomen</strong></p>
<p>Bereits 331 beklagte Constantin, dass Stadthalter und ihre Offizialen käuflich geworden seien und kein Gerichtsverfahren mehr ohne die Zahlung von Geldern abliefe. Amtsmissbrauch und Amtspflichtverletzung waren im römischen Reich weit verbreitet und das genaue Ausmaß der Korruption und ihre Entwicklung lassen sich nicht mehr bestimmen.<strong> </strong></p>
<p>Zahlreiche Informationen über Korruption liefern die spätantiken Rechtssammlungen (codics). Fast jedes dritte Gesetz im „Codex<em> </em>Theodosius“ z.B., befasst sich mehr oder minder mit Amtsvergehen irgendwelcher Beamten.<strong> </strong>Diese Gesetzessammlung umfasst grob gesagt 900 Gesetze aus der Zeit von<strong> </strong>313 bis 468 n.Chr, wobei diese Zahlen mehr als Richtwerte zu verstehen sind. Dies bedeutet nicht, dass Korruption in der späten Kaiserzeit und in der Spätantike stärker vertreten war, als in früheren Zeiten. Für die frühe Kaiserzeit fehlen einfach vergleichbare Werke und Quellen.</p>
<p>Gesetzt Konstantins (Codex Theodosianus 10.16, 7):</p>
<p>„Hört jetzt einmal auf, ihr raubsüchtigen Hände der Offizialen, hört auf, sage ich! Denn wenn sie nach dieser Ermahnung nicht aufhören, wird das Schwert sie abhaun. Nicht sei käuflich die Tür des Richters, nicht der Eintritt bezahlt, nicht berüchtigt durch Versteigerung an den Meistbietenden das Gerichtzimmer, nicht sogar der Anblick des Statthalters nur für Geld zu haben&#8230;man unterdrückt die unerträglichen Überfälle der Centurionen und der anderen Offizialen, die Großes und Kleines fordern, und mäßige die unstillbare Geldgier derer, welche den Streitenden die Akten aushändigen&#8230;Denn wenn sie sich im zivilen Rechtsstreit etwas zu fordern erlauben, so wird die bewaffnete Rüge bei der Hand sein, um Kopf und Hals der Schändlichen abzuhauen,[...].“<a href="#_ftn36">[36]</a><strong> </strong></p>
<p>Generell ist davon auszugehen, dass der römische Staat von einer anderen Staatsauffassung und einem anderen Ämterverständnis ausging. Bestimmte Praktiken wie der Ämterkauf wurden gebilligt und als legitim eingestuft. Dieses Selbstverständnis entstand aus einer langen römischen Tradition heraus, aus dem Prinzip des <em>suffragium</em>, was schon in die Zeit der römischen Republik zurückgeführt werden kann.</p>
<p><strong>Das spezielle Ämterverständnis und das Prinzip des suffragium</strong> <strong> </strong></p>
<p>Dieses Selbstverständnis entspringt aus der republikanischen Zeit, aus welcher das Recht überliefert wurde, als Amtsinhaber einen Nachfolger für sein Amt selbst zu bestimmen. In der römischen Republik war dies als ‚<em>suffragium<strong>’</strong></em><strong> </strong>bekannt, was soviel bedeutet wie Führsprache oder auch Ämterkauf.</p>
<p>„Der Käufer eines Amtes zahlte den Betrag entweder an seinen Amtsvorgänger, Dienstgeber, Patron oder an das Gremium, in das er Aufnahme fand. Konnte er die geforderte Summe nicht aufbringen, so fanden sich durchaus Privatpersonen oder Wechsler, die ihm Geld liehen, zumal die Übernahme von Verwaltungsposten finanziellen Gewinn versprach.“<a href="#_ftn37">[37]</a> <strong> </strong></p>
<p>Jeder Amtsinhaber konnte also seinen Amtsnachfolger selber bestimmen. Jeder Kandidat musste dennoch über das vorausgesetzte Grundkapital verfügen. Das Grundkapital allein, reichte aber noch nicht aus, auch die Führsprache oder besser gesagt das nötige Kleingeld zur Bestechung des Amtsinhabers musste vorhanden sein.</p>
<p>Man denke sich z.B., man ist im alten Rom, vielleicht einfacher Beamter und hat über eine „Beziehung“ die Möglichkeit ein hoch dekoriertes Amt zu erwerben, käuflich versteht sich. Ein einfacher Beamter hat nicht das Geld, sich dieses Amt zu kaufen, geschweige denn, den alten Amtsinhaber zu bestechen. Also wird sich dieser Beamte zu einer einflussreichen Person begeben, um sich das Geld von dieser zu leihen. Dieser wiederum leiht ihm das Geld nur unter der Vorraussetzung, auch ein Nutznießer dieses Geschäfts sein zu dürfen. Man hatte demnach immer eine Gegenleistung zu erwarten. Die Folgen des Ganzen sind, dass sich Netzwerke aus Schuldnern und Verleihern, Leihern und Leihenden bildeten. Nicht der, der nur Geld hatte war demzufolge mächtig, sondern der, der die richtigen Leute kannte, um sich Geld zu leihen.</p>
<p>Dieses Prinzip oder auch Ämterverständnis konnte man in ziemlich jeder Epoche des römischen Reiches, bis hoch ins oberste Amt beobachten.<strong> </strong>Selbst die Kaiser bestimmten ihre Nachfolger selbst. Erst die Einführung des Erbrechts veränderte dies und die Kaiser mussten einen Erben einsetzen. Ein interessanter Punkt an dieser Stelle ist, dass durch dieses Gesetz nun nicht mehr ausgewählte Personen die Kaiserwürde erlangten, sondern nach Erbrecht der älteste Sohn. So kam es dann auch, dass ein Kaiser seinen schwachsinnigen Sohn auf den Thron setzen musste, was tragische Auswirkungen auf das römische Reich haben sollte.<strong> </strong></p>
<p>Korruption fand demnach sowohl auf den unteren Rängen, wie auch auf höchster Ebene statt.</p>
<p>„Messalina, die Gattin des Claudius, Vespasian und seine Konkubine Antonia Caenis sowie der Prätorianerpräfekt M. Aurelius Cleander, ein Schützling des Commodus, verkauften u.a. Statthalterschaften und Prokuraturen.“<a href="#_ftn38">[38]</a></p>
<p>Auch an diesem Beispiel zeigt sich, wie tief verankert das republikanische Recht war, seinen Amtsnachfolger selbst zu bestimmen.<strong> </strong>Das Prinzip des <em>suffragium</em>, der Führsprache, ist ein sehr bedeutender Punkt hinsichtlich der Korruption in der späten Kaiserzeit.</p>
<p>Die Führsprache allein ist freilich noch nicht als Korruption anzusehen, allerdings entsteht aus ihr das Prinzip, Geldleistungen für bestimmte Handlungen und Unterlassungen entgegen zu nehmen. Zu republikanischen Zeiten war dies nicht mal moralisch verwerflich.</p>
<p>In der späten Kaiserzeit war das <em>suffragium </em>nicht mehr so selbstverständlich und es standen sich entgegen traditionelle Praktiken und neue Wertevorstellungen.<strong> </strong>Die Führsprache war ein sehr wichtiger Punkt im römischen Reich und Macht besaß der, der die Führsprecher hatte.<strong> </strong>Daraus kann man folgern, dass die römische Gesellschaft weniger leistungsorientiert war.</p>
<p>„Die fachliche Qualifikation der Provinzstatthalter und ihrer Cohortalen? Diese Frage spielte in der damaligen Zeit bei der Vergabe von Verwaltungsposten keine so große Rolle wie heute. Im Gegensatz zur modernen Leitungsgesellschaft entschied in der ständisch denkenden Gesellschaft des römischen Reiches bei der Vergabe von Verwaltungsposten in erster Linie der soziale Status und nicht die fachliche Qualifikation. Herkunft, Erziehung und Vermögen waren wichtige Voraussetzungen für die Übernahme einer Statthalterschaft oder eines (höheren) Cohortalenamtes.“ <a href="#_ftn39">[39]</a><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>So kam es in dieser Zeit zu einer Veränderung der Wertvorstellungen, denn das Prinzip des <em>suffragium</em> wurde, wenigstens von Seiten der Kaiser, nicht mehr voll und ganz akzeptiert und außerdem für die großen Probleme des römischen Reiches verantwortlich gemacht. Die Bekämpfung der Korruption, auch ausgeweitet auf das Prinzip des <em>suffragium</em><strong>,</strong> begann mehr oder weniger in der Zeit, in der auch die Kaiserwürde zum Erbrecht überging. Es ist allerdings sehr fraglich, ob die römischen Kaiser die Korruption und das <em>suffragium</em> aus rein moralischen Aspekten zu bekämpfen versuchten. Viel wahrscheinlicher scheint die Annahme, dass dies aus rein machtpolitischen Zwecken erfolgte, vor allem wenn man sich die Gegenmaßnahmen der römischen Kaiser anschaut. Eine der wichtigsten Gegenmaßnahmen oder Regulierungen bestand in der Schaffung eines Kataloges zur Bestimmung exakter Preise zum Kauf von Ämtern unter Justinian, der 353 n.Chr ein festes Tarifsystem für den Ämterkauf schuf. Seit der republikanischen Zeit bestand das verbriefte Recht einen Amtsnachfolger für sein Amt benennen zu dürfen, um im Gegenzug von seinem Schützling eine Gegenleistung erwarten zu können.<a href="#_ftn40">[40]</a></p>
<p>Doch auch wenn nicht unmittelbar von einem Wertewechsel<em> </em>gesprochen werden kann, fällt auf, dass sich die Betrachtungsweise und der Umgang mit dem Problem/Phänomen der Korruption zu verändern schien.<strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Gegenmassnahmen der spätrömischen Kaiserzeit</strong></p>
<p>In der späten Kaiserzeit würde die Korruption massiv beklagt und versucht, gegen sie vor zu gehen. Vor allem von Kaisern wie Konstantin, Julian und Justinian wurden Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die kaiserlichen Konstitutionen richteten sich z.B. gegen Bestechlichkeit, Ämterkauf (Nepotismus), Erpressung, Nötigung, Fernbleiben vom Dienst, Faulheit, Kompetenzüberschreitungen, ungerechtfertigte Steuerforderungen, Prozessverschleppungen und Rechtsbeugungen.<em> </em></p>
<p>Allerdings richteten sich ihre Maßnahmen nicht gegen die Verkäufer, sondern gegen die Käufer.<strong> </strong>Letztendlich akzeptierten aber auch die Kaiser den Ämterkauf, zu mal einige von ihnen selbst davon profitierten. Demnach wurde sogar offiziell zwischen gekauftem und erworbenem Amt unterschieden, somit wurden gekaufte Ämter legitimiert.<strong> </strong></p>
<p>Im Jahre 394 n.Chr. gestattete Theodosius dann weiterhin, dass für die Übernahme eines Amtes versprochene Gelder oder Vermögenswerte eingeklagt werden konnten<a href="#_ftn41">[41]</a> und<strong> </strong>535 n.Chr. schuf Justinitian ein festes Tarifsystem, wo festgelegt wurde, wie viel für jeden Posten und wie viel an führende Hofbeamte gezahlt werden musste. Es zeigt sich deutlich an dieser Stelle, dass die Kaiser der hohen Kaiserzeit das Problem erkannten, sich aber ausserstande sahen, dagegen vorzugehen. Zudem hatte Theodosius 394 n.Chr. gesetzlich festgelegt, dass versprochene Gelder oder Vermögenswerte für die Übernahme eines Amtes eingeklagt werden konnten.<a href="#_ftn42">[42]</a></p>
<p>Sie bürokratisierten also den Ämterkauf, der infolgedessen auch in der Kaiserzeit zu einem wichtigen Bestandteil des Verwaltungssystems wurde.<strong> </strong></p>
<p>„Den Amtsmissbrauch versuchte man nicht mit irgendwelchen Veränderungen im Verwaltungssystem entgegenzuwirken, sondern man setzte auf die abschreckende Wirkung hoher Strafen.“<a href="#_ftn43">[43]</a> (Grundlage lex Julia repetundarum, Caesar 59 v.Chr.)</p>
<p>Doch es zeigt sich auch, dass sich in der späten Kaiserzeit und in der Spätantike der Korruptionsbegriff zu verändern schien. Gegen Korruption wurde nicht direkt vorgegangen, aber es wurde versucht, Korruption zu regeln und man kam zu der, dass eine gewisse Schuld der Reichskrise und der generell schlechten Regierbarkeit des Reiches, der Korruption zu geben ist. Der Ämterkauf wurde demnach ‚legalisiert’, was zur Folge hatte, dass die Korruption sich auf diesem Gebiete, zumindest in Rom nahen Gebieten, eindämmte. Das römische Reich war jedoch riesig, und die Kaiser hatten dementsprechend enorme Probleme ihre Gesetzte wirklich in die Tat um zu setzen. Denn letztendlich wurden die Gesetze in Rom gemacht und nicht in den Provinzen. Die Entfernungen waren gewaltig, was schon an den Weiten innerhalb Italiens zu erkennen war. Für Statthalter und Cohortalen war es sehr mühsam, zeitraubend und auch nicht unriskant, alle Landstriche ihres Amtsbezirkes aufzusuchen. So war es insbesondere in Notzeiten, wie z.B. während der Germaneneinfälle in Italien keine Seltenheit, dass sich bestimmte Gebiete ihrem Zugriff entzogen.<a href="#_ftn44">[44]</a> Was dies für noch weiter entfernte Provinzen zur Folge hatte, wie etwa Afrika, expliziert sich von selbst.</p>
<p>In den Provinzen herrschten die Magistrate und die Proconsule, die in vielen Fällen fast schon mit Souveränen gleich zusetzen waren. Aber auch in den Provinzen, denen sich der Kaiser mit höchster Aufmerksamkeit widmete, wie z.B. der afrikanischen Provinz, lief es nicht anders. Dafür waren die Entfernungen von Rom zu groß. Als Beispiel betrachte man sich die Entfernung von Rom bis zur Provinz Hauptstadt von Afrika, Karthago, die mit ca. 450 km über See noch sehr gering ausfiel.<a href="#_ftn45">[45]</a> Allerdings hat man dann lediglich die Provinzhauptstadt erreicht. Städte wie z.B. Caesarea ereichte man nur über dem beschwerlichen Landweg, wie so gut wie alle anderen afrikanischen Städte auch. Die Entfernungen im römischen Reich und der damalige, technische Standard machten eine Regierbarkeit auf Dauer für einen Alleinherrscher fast unmöglich. Umso imposanter erscheint, dass sich das römische Reich trotz alledem so viele Jahrhunderte behaupten konnte, was größtenteils auch auf die Unkoordiniertheit der römischen Gegner zurück zuführen ist.</p>
<p><strong>Prozesse und Strafen gegen Korruption</strong></p>
<p>Der zusammenfassende Überblick über die Gegenmaßnahmen der Kaiser gliedert sich demnach in Strafen und Maßregeln der Besserung und Sicherung und in vorbeugende Maßnahmen.<a href="#_ftn46">[46]</a> Das römische Imperium setzte vor allem auf hohe Strafen als Abschreckung. Die Liste dazu ist lang und reicht von der Geldstrafe bis hin zur Androhung der Todesstrafe. Grundlage hierfür war die <em>Lex Julia repetudtarum</em><em> </em>aus der Zeit Caesars (59. v.Chr.), welche in modifizierter Form auch noch zur Zeit Justinians (527 – 565 n.Chr.) galt. Diese richtete sich gegen die Erpressung und Ausbeutung von Provinzialen und verbot die persönliche Bereicherung.<a href="#_ftn47">[47]</a><strong> </strong></p>
<p>Beispiele für Prozesse gegen Korruption sind nur wenige bekannt. Vor allem die späte Kaiserzeit bietet an dieser Stelle nur wenige Aufzeichnungen. Was sich als sehr widersprüchlich erweist, da diese Zeit doch so massiv, im Gegensatz zu anderen Zeiten im römischen Reich, gegen Korruption zu kämpfen schien. Wie bereits an obere Stelle ausgeführt (S.15), wurde mehr auf die „Legitimierung“ bestimmter Praktiken, wie dem Ämterkauf Wert gelegt. Im Jahre 12 n.Chr allerdings wurde der Prokonsul von der Provinz Asia, Volesus Messala angeklagt, an einem Tag über 300 Menschen mit dem Beil hingerichtet zu haben und sich anschließend in aller Öffentlichkeit mit dieser Tat rühmte. Weiterhin wurde Marius Priscus, den Prokonsul von Africa, beschuldigt um 100 n. Chr. die Provinzialen, Geld für die Verurteilung Unschuldiger genommen zu haben. Die Verbannung eines Ritters und die Hinrichtung von sieben seiner Freunde ließ er sich mit 300000 Sesterzen, die mehrfache Bestrafung eines anderen Ritters, mit 700000 Sesterzen bezahlen.<a href="#_ftn48">[48]</a></p>
<p>Angeklagte in Korruptionsverfahren mussten mit einer hohen Bestrafung rechnen, wenn sie verurteilt wurden. Grundlage hierfür bot das <em>Lex Julia repetudtarum</em>, welches Caesar 59 v.Chr. erlassen hatte und sich gegen die Erpressung und Ausbeutung von Provinzialen richtete und die persönliche Bereicherung verbot. Theoretisch konnten die Provinzialen seit 4 v.Chr. bei Repetundenverfahren die Todesstrafe fordern.</p>
<p>Üblich waren aber eher Verbannungen, wobei im römischen Reich zwischen zwei Arten von Verbannungen unterschieden wurde. Zum einen die Relegation und zum anderen die Deportation. Während die Relegation zeitlich begrenzt war, war die Deportation lebenslänglich und hatte die Konfiskation des Vermögens und den Verlust der Bürgerrechte zur Folge. Diese hohe Bestrafung wurde vornehmlich in Majestätsprozessen ausgesprochen.<a href="#_ftn49">[49]</a></p>
<p>In den Strafandrohungen der Spätantike kamen Verbannung, Todesstrafe oder Absetzung</p>
<p>und Entlassung nur noch selten vor. In den meisten Fällen kam es zu Geldstrafen, die</p>
<p>zwischen 5 bis 100 Pfund Gold reichten und damit an das Jahresgehalt eines Prätorianerpräfekten heranreichten.</p>
<p><strong>Soziale Ursachen von Korruption im römischen Reich</strong></p>
<p>Die Theorien Schullers der sich überlagernden Verhaltensmustern scheint im Falle des römischen Reiches sehr schlüssig zu sein. Vor allem die Zeit des Übergangs von der spätkaiserlichen Zeit bis hinein in die Spätantike, weißt eine enorme Veränderung der Verhaltensweisen auf.<a href="#_ftn50">[50]</a> Es kamen neue Wertvorstellungen auf, allerdings von ganz oben, die sich mit den alten Wertvorstellungen überlagerten. Problematischer Weise waren diese neuen kaiserlichen Wertvorstellungen kontraproduktiv.<strong> </strong>Das System der Führsprache ist hierbei als Schlüssel anzusehen. Vor allem standen sich Befürworter der alten traditionellen Gesetzeslage gegenüber, indem es nicht verwerflich schien, Geldleistungen für gewisse Handlungen oder Unterlassungen anzunehmen. Auch die Einverleibung von Ämtern wurde mehr als ein privates Geschäft angesehen, als eine öffentliche Angelegenheit. Nun kann man auch an dieser Stelle davon ausgehen, dass etwaige Beamten keineswegs bewusst besonders traditionell gedungen waren. Für sie war lediglich die Aufrechterhaltung ihrer Netzwerke und Seilschaften interessant. Von einer anderen Seite her betrachtet, kann man auch nicht von einer moralisch, ausgelegten Handlung Seitens der Kaiser sprechen. Sie versuchten lediglich, Korruption zu bekämpfen und den Ämterkauf zu regulieren. Auch hierbei spielt Machtkalkül eine wichtigere Rolle, nämlich als moralische Verpflichtung. Die Kaiser waren darauf bedacht, ihre Macht zu erhalten und ihrerseits die Netzwerke ihrer Gegner nicht mächtiger werden zu lassen, als die ihren. Auch dafür benötigten sie viel Geld und Korruption erzeugte enorme Misswirtschaften, was demzufolge weniger Geld in der Kriegskasse bedeutete.</p>
<p>Daher kann man zum einen sagen, dass Korruption in Übergangszeiten besonders stark auftritt, also in Zeiten, in denen sich neue Verhaltensmuster entweder von unten gegen alte bilden, oder sich neue Verhaltensmuster über alte gelegt haben oder gelegt worden sind und sich nicht durchsetzten. Die Ursache der Korruption könnte demnach das Nebeneinander existieren verschiedener Verhaltenssysteme sein, von denen die offiziell nicht akzeptierten meist aus einem existentiellen Bedürfnis heraus resultieren.<a href="#_ftn51">[51]</a> Dieses veraltete und für den römischen Staat existentielle System könnte das System der Führsprache gewesen sein, das <em>suffragium</em>. Dieses wurde von der herrschenden Klasse als veraltet angesehen, von der breiten Bevölkerung allerdings noch praktiziert, wie auch schon in den Jahrhunderten zuvor. Die Kaiser sahen den Schlüssel ihrer schrumpfenden Macht in diesem Prinzip und ihren Auswirkungen. Ob sie ihre schwindende Macht bewusst auf das <em>suffragium</em> zurück führten ist eher unwahrscheinlich, allerdings waren die Auswirkungen, welche unmittelbar die Kaiser betrafen unübersehbar. Mächtige, starke Netzwerke entstanden, denen man in manchen, weit abgelegenen Provinzen schon eine Souveränität zurechnen konnte. Begünstigt durch die starke Korruption, die von diesen Netzwerken (Clans, Familien) selbst verursacht wurden, konnten sich mächtige Clans im ganzen römischen Reich verbreiten und dem Kaiser war es kaum möglich, diesen etwas entgegen zu setzen. Die Regulierung und der damit einhergehende Verdienst am Kauf und Verkauf von Ämtern z.B. war noch die beste Möglichkeit der Machtsicherung, wenn auch nur in Form von Einnahmensicherungen.</p>
<p><strong> </strong><strong>Soziale Ursachen in der Provinzialverwaltung</strong></p>
<p>Eine maßgebliche Ursache für das vermehrte Auftreten von Korruption ist ohne Frage die gewaltige Größe des Reiches. Es war logistisch kaum zu bewerkstelligen als Alleinherrscher die Ordnung im römischen Reich aufrechtzuerhalten. Obwohl es auch in dieser Zeit zu etlichen Reichsteilungen, wenigstens auf verwaltungstechnischer Ebene kam, waren doch immer alle Kaiser darauf bedacht, die Reichseinheit beizubehalten und sich als Alleinherrscher das Reich zu sichern. Auf dem damaligen Stand der Technik muss es eine gewaltige Anstrengung dargestellt haben, mit den verschieden Provinzen in Kontakt zu treten.<strong> </strong>Dementsprechend war die Misswirtschaft, vor allem auch in den weiter entfernten Provinzen enorm hoch. Die römische Verwaltung arbeitete außerdem nicht wie die moderne Verwaltung in Tagen und Wochen, sondern in Monaten und Jahren. Die spätantike Administration verfügte einfach nicht über die technischen Mittel der modernen Zeit, die eine rasche Nachrichtenübertragung und Datenverarbeitung ermöglichten.<a href="#_ftn52">[52]</a></p>
<p>„Die von Symmachus in seiner 40. Relatio berichtete Städte, die sich u.a. wegen der Abwesenheit des Kaisers über mehr als 20 Jahre hinzog, dürfte daher kein Einzelfall gewesen sein.“<a href="#_ftn53">[53]</a></p>
<p>Die Kaiser waren weit weg und sie mussten sich im Grunde genommen auf ihre Vertrauenspersonen verlassen, die keineswegs immer als vertrauenswürdig einzuschätzen waren.<strong> </strong>Was nun vor allem in der späten Kaiserzeit zu einem vermehrten Bewusst werden von Korruption führte, ist die Tatsache, dass die Kaiser im fernen Rom und später dann im noch ferneren Konstantinopel Gesetze erließen, die in den Provinzen gelten sollten. Diese Tatsache steuerte gegen republikanisch, traditionelles Recht und kollabierte mit dem, was der Herrscher wollte. <strong> </strong></p>
<p>„Die Provinzialverwaltung nahm gegenüber den Stadtgemeinden in erster Linie eine Kontrollfunktion ein. Auf ihren Rundreisen durch die Provinzen überprüften die Statthalter die ordnungsgemäße Eintreibung der Steuer, sowie den Erhaltungszustand der Staatstraßen, Poststationen und öffentlichen Gebäuden.“<a href="#_ftn54">[54]</a></p>
<p>Generell<strong> </strong>ist demnach davon auszugehen, dass man im römischen Reich ein prinzipiell anderes Ämterverständnis besaß. Verwaltungsposten galten allem Anschein nach als private Pfründen, die demzufolge käuflich waren. Selbst die Kaiser gingen dazu über, Ämter zu verkaufen.<a href="#_ftn55">[55]</a></p>
<p>Man kann davon ausgehen, dass Ämter im Sinne unserer heutigen, modernen Welt, in Rom nicht existierten. Für die Römer waren Ämter vor allem private Pfründe, die es auch privat zu regeln galt.<strong> </strong>Für sie waren es private Besitztümer, über die man verfügen konnte, die man verkaufen oder kaufen durfte.<strong> </strong></p>
<p><strong>Schlusswort</strong></p>
<p>„Korruption ist der Feind der Gesellschaft  und der Marktwirtschaft, was noch hinzu zufügen ist, dass es keine vernünftige Bekämpfung der Korruption geben kann, wenn in den Behörden und Unternehmen keine gegen die Korruption gerichtete Ethik vorgelebt wird.“<a href="#_ftn56">[56]</a></p>
<p>Dieses stellt eine sehr moderne Auffassung von Korruption dar, erweist sich dennoch als sehr zutreffend in Bezug auf die Probleme mit Korruption im römischen Reich der späten Kaiserzeit und der Spätantike. Die Korruptionsbekämpfung war halbherzig und startete nicht im Kopf, also auf der moralischen Ebene, sondern auf der finanziellen, was wiederum den Anschein der Bereichung auf Seiten der Kaiser nicht entkräften konnte. Eingangs lässt sich demnach die These eines Wertewandels in der Spätantike revidieren, da sich herausstellte, dass die Bekämpfung der Korruption in der Spätantike keineswegs aus moralischen Gründen entstand, sondern schlicht und ergreifend der Machtsicherung der römischen Kaiser diente. Es konnte aus Mangel an Quellen auch nicht bewiesen werden, dass die Korruption vermehrt in der späten Kaiserzeit und in der Spätantike auftrat. Allerdings nahmen die Unruhen zu und der Reichsfrieden und die römischen Grenzen waren alles andere als sicher.</p>
<p>Eine mutige These an diesen Punkt wäre, dass die oben beschriebenen Netzwerke und Seilschaften zu dieser Zeit so mächtig geworden sind, dass die Kaiser nun auch auf dem offiziellen Weg etwas zu unternehmen gedachten, ihre Macht zu sichern. Machtintrigen haben eine lange Tradition im römischen Reich und viele Kaiser, gerade zu dieser Zeit, starben nach Verrat und durch Palastintrigen. Die Kaiser der Spätantike bekämpften die Korruption stärker als zu anderen Zeiten im römischen Reich. Vor allem die Misswirtschaften in den Provinzen waren enorm, was sich dementsprechend deutlich auch in den ‚Staatseinnahmen’ der Kaiser widerspiegelte. Die Bekämpfung und Regulierung der Korruption und der Ämtervergabe geschah demnach einzig und allein aus machtpolitischen Gründen und vor allem, um die Gegner des Kaisers nicht noch mächtiger werden zu lassen. Bei der Bewertung von Korruption ist weiterhin zu bedenken, dass Korruption keine feste Größe darstellt, sondern die Auffassung über sie in den verschiedenen Geschichtsepochen schwankt.</p>
<p>Um zum Titel der Untersuchung zurück zu finden ist eindeutig herauszustellen, dass Korruption ein enormes Problem innerhalb der Provinzialverwaltung darstellte. Die Ursachen darin liegen vor allem in der gewaltigen Größe des Reiches. Die Bewältigung des Raumes war auf dem damaligen Stand der Technik kaum zu bewerkstelligen. Die Kommunikationswege waren zu lang, was die Kontrolle unglaublich erschwerte. Vor allem das Beamtentum bedurfte einer starken Kontrolle, denn dies galt gemeinhin als sehr korrupt, was alleine ein Blick auf die Gesetzessammlungen „codex Theodosianus“ bestätigt. In diesem befasst sich fast jedes dritte Gesetz – das sind rund 900 Erlasse in der Zeit von 313 bis 468 n.Chr.– mehr oder weniger mit Amtspflichtverletzungen. Für die Korruption gilt grundsätzlich, dass sie dazu dient, die eigenen Interessen und Bedürfnisse zu befriedigen. Korruption ist ein Phänomen, das jeder Form von Verwaltung inhärent ist. Die Grenzen der Korruption sind ebenso schwer feststellbar, wie sich – auch in der heutigen Zeit – ihr Ausmaß kaum genau erfassen lässt.</p>
<p>Die ‚Vertrauten’ des Kaisers in den Provinzen waren meist schon fast Alleinherrscher und verhielten sich dementsprechend. Dies bedeutete, dass eine starke Zentralgewalt einerseits zu zentralisieren versuchte, gleichzeitig aber auch durch Verwaltungsreformen und Machtteilungen zu dezentralisieren versuchte. Das besondere Ämterverständnis der römischen Gesellschaft besteht vor allem in der Privatisierung des öffentlichen Sektors.</p>
<p>Eine entscheidende Frage ist, ob Korruption an der Entfernung zu Rom zu messen war oder auch an der Qualität der Verwaltungsbeamten zu messen ist? Waren römischen oder italienische Beamte besser ausgebildet als z.B. afrikanische Beamte? Hatten die italienischen Beamten ein stärkeres moralisches Ehrgefühl, was sich gegen Korruption aussprach oder waren sie einfach nur räumlich näher am Kaiser gelegen und konnten somit stärker überwacht werden?</p>
<p>Festgestellt wurde, dass auf die Qualität (Kompetenz) der Verwaltungsbeamten im römischen Reich weniger Wert gelegt wurde. Von größerer Wichtigkeit waren soziales Ansehen, Herkunft und Stellung. Die römische Gesellschaft zu dieser Zeit und zu allen Zeiten, war ‚ständisch’ orientiert. Offenkundig ergeben sich allein aus dieser Tatsache enorme verwaltungstechnische Probleme. Erst ab einem bestimmten Beamtenrang wurde überhaupt eine Auslese vorgenommen.</p>
<p>Weiterhin lässt sich sagen, dass das Verständnis der Führsprache im Kerngebiet der ehemaligen römischen Republik tiefer verankert war, als dies womöglich in den Provinzen der Fall war, wo es dann auch nicht selten vorkam, dass nicht das römische Recht alleine Anwendung fand, sondern so genannte Mischrechte. Viele Faktoren spielten eine Rolle, die das Problem der Korruption in der späten Kaiserzeit und in der Spätantike in den Provinzen des römischen Reiches beflügelte. Vor allem sahen sich die Kaiser dieser Zeit vielen Problemen an allen Enden des Reiches ausgesetzt, welche sich durch die Korruption nur noch verschlimmerte. Wahrscheinlich kam es nur zu vermehrten Gegenmaßnahmen in dieser Zeit, weil die römischen Kaiser schlicht und ergreifend Geld brauchten, um ihre Feldzüge zu bezahlen und Korruption in vielen Provinzen unendliche Summen zu verschlingen schien. Die Misswirtschaften betrafen Rom direkt, was sich am Beispiel der Provinz Afrika sehr deutlich zeigte, welche 2/3 des Weizenbedarfs Rom stellte.</p>
<p>Die römischen Kaiser der Spätantike taten demnach gut daran etwas zu unternehmen, auch wenn sich diese Gegenmaßnahmen nicht mehr als sehr hilfreich erwiesen. Korruption und korruptes Handeln war nicht moralisch verwerflich im römischen Reich. So gesehen hat es Ähnlichkeit mit dem Prinzip des Stärkeren, wobei im römischen Reich der Stärkere der war, der die Führsprache hatte. Macht demjenigen der Mächtige kannte und kontrollierte, denn:</p>
<h1><em>„Pecunia non olet“</em></h1>
<p align="right">Kaiser Vespian ( 70 n.Chr.)</p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> Vgl. Bayer (1989:213).</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Vgl. Schönfelder (2002:131f).</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Vgl. Schuller (1982:15).</p>
<p><a href="#_ftnref4">[4]</a> Vgl. Schönfelder (2002: 151f.).</p>
<p><a href="#_ftnref5">[5]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 181).</p>
<p><a href="#_ftnref6">[6]</a> Siehe Anhang: Karten 1 und 2.</p>
<p><a href="#_ftnref7">[7]</a> Vgl. Bringmann (1998: 88ff.).</p>
<p><a href="#_ftnref8">[8]</a> Vgl. Kuhoff (1979: 68).</p>
<p><a href="#_ftnref9">[9]</a> Bringmann (1998: 91).</p>
<p><a href="#_ftnref10">[10]</a> Ebd. (1998: 98).</p>
<p><a href="#_ftnref11">[11]</a> Vgl. Bringmann (1998: 99).</p>
<p><a href="#_ftnref12">[12]</a> Vgl. Schuller (2004: 169).</p>
<p><a href="#_ftnref13">[13]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 192).</p>
<p><a href="#_ftnref14">[14]</a> Vgl. Schuller (2004: 170).</p>
<p><a href="#_ftnref15">[15]</a> Vgl. Bringmann (1998: 103).</p>
<p><a href="#_ftnref16">[16]</a> Vgl. Schuller (2004: 171).</p>
<p><a href="#_ftnref17">[17]</a> Dieser ging in die Geschichte als Konstantin der Große ein, vgl. Schuller (2004: 171).</p>
<p><a href="#_ftnref18">[18]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 180).</p>
<p><a href="#_ftnref19">[19]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 183).</p>
<p><a href="#_ftnref20">[20]</a> Vgl. Ausbüttel (1988: 23).</p>
<p><a href="#_ftnref21">[21]</a> Ebd. (1988: 85).</p>
<p><a href="#_ftnref22">[22]</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cursus_honorum">http://de.wikipedia.org/wiki/Cursus_honorum</a>, 25.03.2007 15:16 Uhr.</p>
<p><a href="#_ftnref23">[23]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 181).</p>
<p><a href="#_ftnref24">[24]</a> Ebd. (1998: 186).</p>
<p><a href="#_ftnref25">[25]</a> Vgl. ebd. (1998: 186).</p>
<p><a href="#_ftnref26">[26]</a> Vgl. Schuller (1982: 163ff.).</p>
<p><a href="#_ftnref27">[27]</a> Kolb (1982: 173).</p>
<p><a href="#_ftnref28">[28]</a> Selbstverständlich vollzog sich der Romanisierungsprozess in Afrika nicht sofort. Sie vollzog sich aber vergleichsweise schnell, in etwa 3 Generationen.</p>
<p><a href="#_ftnref29">[29]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 29).</p>
<p><a href="#_ftnref30">[30]</a> Vgl. ebd. (1998: 30).</p>
<p><a href="#_ftnref31">[31]</a> <a href="http://www.imperiumromanum.com/personen/kaiser/valentinianus1_04.htm">http://www.imperiumromanum.com/personen/kaiser/valentinianus1_04.htm</a>, 26.03.2007, 15:00 Uhr.</p>
<p><a href="#_ftnref32">[32]</a> Noethlichts (1981: 118).</p>
<p><a href="#_ftnref33">[33]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 181).</p>
<p><a href="#_ftnref34">[34]</a> Siehe Beispiel Fußnote 30</p>
<p><a href="#_ftnref35">[35]</a> Ausbüttel (1998: 182).</p>
<p><a href="#_ftnref36">[36]</a> Schuller (1997: 168).</p>
<p><a href="#_ftnref37">[37]</a> Ausbüttel (1998: 181).</p>
<p><a href="#_ftnref38">[38]</a> Ebd. (1998: 180 f.).</p>
<p><a href="#_ftnref39">[39]</a> Ausbüttel (1988: 199).</p>
<p><a href="#_ftnref40">[40]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 180).</p>
<p><a href="#_ftnref41">[41]</a> Vgl. ebd. (1998: 180 f.).</p>
<p><a href="#_ftnref42">[42]</a> Vgl. ebd. (1998: 180 f.).</p>
<p><a href="#_ftnref43">[43]</a> Ebd. (1998: 184).</p>
<p><a href="#_ftnref44">[44]</a> Vgl. Ausbüttel: (1988: 199).</p>
<p><a href="#_ftnref45">[45]</a> Siehe Anhang: Karte 3.</p>
<p><a href="#_ftnref46">[46]</a> Vgl. Noethlichs (1981: 222).</p>
<p><a href="#_ftnref47">[47]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 184).</p>
<p><a href="#_ftnref48">[48]</a> Vgl. ebd. (1998: 184).</p>
<p><a href="#_ftnref49">[49]</a> Vgl. ebd. (1998: 184).</p>
<p><a href="#_ftnref50">[50]</a> Vgl. ebd. (1998: 184).</p>
<p><a href="#_ftnref51">[51]</a> Vgl. Schuller (1982: 11 ff.).</p>
<p><a href="#_ftnref52">[52]</a> Vgl. Ausbüttel (1988: 199).</p>
<p><a href="#_ftnref53">[53]</a> Ebd. (1988: 199).</p>
<p><a href="#_ftnref54">[54]</a> Ebd. (1988: 230).</p>
<p><a href="#_ftnref55">[55]</a> Vgl. ebd. (1988: 202).</p>
<p><a href="#_ftnref56">[56]</a> Mager (2002: 46).</p>
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		<title>Korruption im Altrömischen Reich</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 06:02:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichtstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption im Altrömischen Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Straftatbestand Korruption]]></category>

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		<description><![CDATA[Korruption ist ein sehr spezieller Straftatbestand, der auch in der  heutigen Zeit in der Gesellschaft noch weit verbreitet ist. Es gibt  diverse Paragrafen, die den Tatbestand einer korrupten Handlung unter  Strafe stellen, vor allem im Strafgesetzbuch. Korruption ist im Großen  und Ganzen „eine moralische Verwerflichkeit“, die im deutschen  Strafgesetz geregelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Korruption ist ein sehr spezieller Straftatbestand, der auch in der  heutigen Zeit in der Gesellschaft noch weit verbreitet ist. Es gibt  diverse Paragrafen, die den Tatbestand einer korrupten Handlung unter  Strafe stellen, vor allem im Strafgesetzbuch. Korruption ist im Großen  und Ganzen „eine moralische Verwerflichkeit“, die im deutschen  Strafgesetz geregelt ist, allerdings fast ausschließlich unter  Schlagwörtern wie etwa der Vorteilsnahme, Vorteilsgewährung,  Bestechlichkeit, Verfall, Unrechtsvereinbarung, Steuerhinterziehung  etc., die die Breite der Thematik verdeutlichen.(§331/ §322, §370, §27,  §73,§332,§370). (<a title="Wikipedia zu Korruption" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Korruption">Weiterlesen auf Wikipedia</a>)<a href="#_ftn5">[1]</a><strong> </strong></p>
<p>Im spätrömischen Reich war Korruption in der Gesellschaft omnipotent, doch auch im  spätrömischen Reich und vor allem in der spätantiken Phase des römischen  Reiches, wurde Korruption keinesfalls in der Gesellschaft geduldet.  Schon damals war Korruption ein Straftatbestand, auf den drakonische  Strafen ausgesetzt waren.</p>
<p><span id="more-152"></span></p>
<p>In der  späten Kaiserzeit und der Spätantike des  römischen Reiches tritt Korruption als Phänomen verstärkt in  Erscheinung und ins öffentliche Interesse. Vor allem scheint es zu einer  Art „Wertewandel“ innerhalb der römischen Gesellschaft gekommen zu  sein, der Korruption nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit ansah. Dieser Anschein wird erweckt, weil vor  allem die römischen Kaiser in der späten Phase des römischen Reiches  vermehrt gegen Korruption vorgingen.</p>
<p>Die Ausmaße, die Korruption zur späten Kaiserzeit und in der  Spätantike annahm waren enorm und spiegelten sich im Besonderen in den  Provinzen des Reiches wieder. Die römische Provinz Afrika zählt als Paradebeispiel, da die Korrupption in dieser eine große und negative Rolle spielte.</p>
<p><strong>Definition von Korruption</strong><br />
Korruption ist der Missbrauch einer Vertrauensstellung in einer  Funktion in Verwaltung, Wirtschaft oder Politik, um einen materiellen  oder immateriellen Vorteil zu erlangen, auf den kein rechtlich  begründeter Anspruch besteht. Das Wort Korruption leitet sich vom  lateinischen Wort <em>corrumpere</em><strong> </strong>ab und bedeutet soviel wie  verderben, entkräften, entstellen und bestechen. Korruption bezeichnet  Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsnahme und Vorteilsgewährung. In Deutschland sind diese Straftatbestände geregelt in den Paragrafen  331 folgende StGB, wenn so genannte Amtsträger betroffen sind. Im  geschäftlichen Verkehr sind insoweit die Paragrafen 299, 300 folgende  StGB einschlägig.<a title="Wikipedia zu Korruption" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Korruption">[Wikipedia]</a><a href="#_ftn5">[2]</a></p>
<p>Was als Korruption zu bezeichnen ist, hängt weiterhin – von  transkulturellen Kernbereichen abgesehen – wesentlich von den  vorherrschenden gesellschaftlichen Organisationsformen und  Verhaltensnormen und dem Ausmaß ihrer Akzeptanz ab.<a href="#_ftn3">[3]</a> Das bedeutet, dass Korruption nicht überall gleich bewertet wird und es  in unterschiedlichen Kulturkreisen zu unterschiedlichen Wertungen  kommt. Unter transkulturellen Kernbereichen ist an dieser Stelle zu  verstehen, dass bestimmte Wertvorstellungen auf der ganzen Welt  universell gelten sollen. Ein transkultureller Kernbereich wäre z.B,  dass die Erpressung der Bevölkerung von staatlicher Seite verboten sei.</p>
<p>Unter Korruption fallen demnach nicht nur Bestechung, sondern unter  bestimmten Vorraussetzungen auch Vorgänge wie der Kauf öffentlicher  Ämter, die Patronage (mit Bereichen des Nepotismus und des  Klientelwesens), die Erpressung und Ausbeutung der Bevölkerung durch  staatlich Stellen im Interesse von deren Trägern und Personen. In einer  weiter gefassten Definition bedeutet Korruption auch &#8220;moralische  Verdorbenheit&#8221;.</p>
<p>Wo zum Beispiel beginnt aber nun Nepotismus oder Klientelwesen.  Beginnt Nepotismus schon, wenn dir ein freundlicher Bekannter eine gute  Arbeitsstelle „verschafft“ oder erst, wenn du für die Beschaffung dieser  Arbeitsstelle auch bezahlen musst?</p>
<p><strong>Formen von Korruption</strong><br />
Im Sinne der Paragrafen 331 folgende StGB erfolgt Korruption auf zwei  Wegen. Zum einen in aktiver Form, im Sinne von Fordern, Anbieten und  Versprechen eines Vorteils, Vorteilsgewährung, Bestechung und  Schmiergeldzahlung. Zum anderen kann Korruption in passiver Form  ablaufen, im Sinne einer Vorteilsannahme oder der Bestechlichkeit.</p>
<p>Das Annehmen von Vorteilen und das sich als „bestechlich“  Bereitzeigen ist im Grunde immer eine aktive Handlung und Haltung. Der  Vorteilsnehmer fordert oft aktiv einen Vorteil ein, was bis zu einer  Erpressung gehen kann. Geforderte Vorteile sind in der heutigen Zeit im  Sinne des Paragrafen 331 Abs. III StGB immer strafbar. Eine Genehmigung  führt nicht zur Straffreiheit. Im Falle der Vorteilsannahme, gemäß  Paragrafen 331 StGB, nimmt der Amtsträger den Vorteil an, auf den er  keinen Rechtsanspruch hat &#8211; quasi als ein Äquivalent für seine  Dienstausübung. Es muss keine rechtswidrige Diensthandlung vorliegen.  Bestechlichkeit und Bestechung im Sinne der Paragrafen 332 und 334 StGB  gehen immer mit einer Dienstpflichtverletzung des Nehmers einher; also  einer rechtwidrigen Diensthandlung. Die Diensthandlung kann auch in  einem Unterlassen bestehen.<a href="#_ftn4">[4]</a></p>
<p>Zu korrupten Handlungen gehören auch &#8211; allerdings nicht in  strafrechtlicher Hinsicht &#8211; jene Stellenbesetzungen in Verwaltungen und  öffentlichen Unternehmen, die unter parteipolitischen Gesichtspunkten  erfolgen, nämlich Ämterpatronage, Nepotismus (Vetternwirtschaft) und  Klientelismus. Die Facetten der Ämterpatronage, Nepotismus und  Klientelismus bleiben jedoch auch heute noch wage definiert im  Gesetzbuch.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bedeutung von Korruption heute im Gegensatz zum römischen Reich</strong><br />
Korruption ist in Deutschland eindeutig als Strafbestand geregelt und  zwar in den Paragrafen 331 folgende StGB. Korruption ist in unserer Zeit  verpönt und moralisch verwerflich. Allerdings betrifft dies nur  Korruption im definitiven Sinne, der aktiven und der passiven Form.  Sachverhalte wie Ämterpatronage, Nepotismus und Klientelismus sind auch  heute noch nicht explizit als Straftat geregelt. Gerade deshalb ist  Korruption auch heute noch weit verbreitet in der Welt. <strong> </strong></p>
<p>Im römischen Reich war der Sachverhalt der Korruption in unserem  heutigen Sinne nicht als Straftat geregelt. Es kam lediglich zu einer  Unterscheidung zwischen dem gekauften und dem erworbenen Amt. Es wurde  demnach offiziell unterschieden und somit auch legitimiert. Im römischen  Reich war das Prinzip des <em>suffragium</em><strong> </strong>gängig, was soviel bedeutet wie Führsprache, aber auch Ämterkauf.<a href="#_ftn5">[5]</a> Dieses spezielle, gesellschaftliche Phänomen wird sich als  ausschlaggebend und bedeutend in Verbindung mit Korruption in der  spätkaiserlichen Zeit und in der Spätantike herausstellen.</p>
<p><a href="#_ftnref1">[1]</a> Vgl. Bayer (1989:213).</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Vgl. Schönfelder (2002:131f).</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Vgl. Schuller (1982:15).</p>
<p><a href="#_ftnref4">[4]</a> Vgl. Schönfelder (2002: 151f.).</p>
<p><a href="#_ftnref5">[5]</a> Vgl. Ausbüttel (1998: 181).</p>
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		<title>Vergesellschaftungsprozesse &#8211; Bourdieu&#8217;s soziale Struktur im Gabentausch</title>
		<link>http://www.alltags-philosophen.de/2011/05/12/vergesellschaftungsprozesse-bourdieus-soziale-struktur-im-gabentausch/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 14:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vergesellschaftungsprozesse]]></category>
		<category><![CDATA[Sahlins]]></category>
		<category><![CDATA[Sahlins Gabentausch]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Kontrolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Sahlins richtet sein Augenmerk auf den Zusammenhang von sozialer Ordnung (bzw. sozialer Struktur) und Gabentausch. Bourdieu betrachtet dagegen den Austausch von Herausforderungen bzw. Geschenken unter der Perspektive der sozialen Praxis.
Der Austausch von Herausforderungen bzw. Geschenken vollzieht sich gemäß Bourdieu immer nach bestimmten Regeln, ist situationsabhängig zu betrachten und schließt natürlich auch Aushandlungsprozesse nicht aus. Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sahlins</strong> richtet sein Augenmerk auf den Zusammenhang von sozialer Ordnung (bzw. sozialer Struktur) und Gabentausch. <strong>Bourdieu</strong> betrachtet dagegen den Austausch von Herausforderungen bzw. Geschenken unter der Perspektive der sozialen Praxis.</p>
<p>Der Austausch von Herausforderungen bzw. Geschenken vollzieht sich gemäß Bourdieu immer nach bestimmten Regeln, ist situationsabhängig zu betrachten und schließt natürlich auch Aushandlungsprozesse nicht aus. Eine Austauschbeziehung ist in der sozialen Praxis somit immer komplexer, als in der Theorie und umfasst zwei Ebenen.</p>
<p><span id="more-114"></span></p>
<p>Als klassischer Strukturfunktionalist betrachtet Sahlins diesen Sachverhalt sehr theoretisch und beschränkt sich fast ausschließlich auf den Zusammenhang des Austausches und der sozialen Struktur. Auch Bourdieu beschreibt explizit nur eine Ebene, nämlich die der sozialen Praxis. Der große Vorteil bei Bourdieu allerdings liegt darin, dass sich die soziale Struktur förmlich aus der sozialen Praxis ableiten lässt.</p>
<p>Eine Austauschbeziehung findet in der sozialen Praxis immer auf zwei Ebenen gleichzeitig statt. Auf der Ebene des Interesses, die uneingestanden bleibt, und auf der Ebene der Ehre, die proklamiert wird.<a href="#_ftn1">[1]</a> Bourdieu beschreibt die Ebene der Ehre sehr genau, woraus sich natürlich auch die theoretische Grundlage einer Austauschbeziehung erschließt.<a href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Diese zweite Ebene wird nun von Interesse, wenn man bedenkt, dass ein Austausch von Gaben auch immer ein Austausch von Herausforderungen, Beleidigungen oder gar ein Schlagabtausch bedeuten kann. In diesem Zusammenhang gewinnt der Terminus der Ehre natürlich an besonderem Pathos, welches sich in der sozialen Praxis offenbart. Die Wahrung der Interessen ist hier von entscheidender Bedeutung. Sahlins beschreibt dies nur theoretisch, wobei die Wichtigkeit der Interessenwahrung in einer Austauschbeziehung ein Stück weit verloren geht.</p>
<p>Um eine Interessenbewahrung zu gewährleisten bedarf es eines komplexen Systems aus Regeln, welches situationsbedingtes Handeln ermöglicht und auch zu Aushandlungsprozessen führen kann. Um eine Entehrung zu vermeiden, ist ein Regelgeflecht unabdingbar. In diesem ist eindeutig festgelegt, was zur Ehre und was zur Unehre führt. Ein Mann darf etwa keine Herausforderung annehmen, wenn der Herausforderer selbst keine Ehre besitzt. Auch eine Herausforderung an einem Unterlegenen würde zu Unehre führen.<a href="#_ftn3">[3]</a></p>
<p>Natürlich sind dies situationsbedingte Handlungen, die auch einer solchen Entscheidung bedürfen. Ein Mann muss sich entscheiden dürfen, ob er eine Herausforderung annimmt oder nicht, denn auch die Annahme eine Herausforderung von beispielsweise einem Unterlegenen, kann zur Entehrung führen.</p>
<p>Auch geht mit einem Austausch in der sozialen Praxis in den meisten Fällen ein Aushandlungsprozess einher, der sich nach bestimmten, situationsabhängigen Regeln vollzieht. In einem Punkt beschreibt Bourdieu zum Beispiel, wie man bei bestimmten Feierlichkeiten einen Maximalwert für die Geschenke im vornherein festlegt, um zu verhindern, dass sich jemand über die Maßen ruiniert, nur mit der Absicht der „Ehrenhafteste“ sein zu wollen.<a href="#_ftn4">[4]</a></p>
<p>Dies verlangt auch nach einem Verhältnis sozialer Kontrolle, welches über das hinausgeht, was Sahlins beschreibt. Beim „Reciprocity“ ist es der jeweilige Geber und beim „pooling“ ist es der Verteiler.<a href="#_ftn5">[5]</a> Diese Verteilung bezieht allerdings nicht den Faktor der Ehre mit ein und verfehlt somit auch in der Theorie seine Gültigkeit innerhalb der sozialen Praxis. Bei Bourdieu wird die soziale Kontrolle weitestgehend durch die öffentliche Meinung bestimmt. Die Ehrenverpflichtung oder auch Interessenwahrung bleibt anders als der Gabentausch bei Sahlins unausgesprochen und geheim.</p>
<p>Bourdieu gewinnt vor allem damit, dass er, im Gegensatz zu Sahlins, den Austausch als eine zwischenmenschliche Angelegenheit betrachtet und ihn nicht nur auf das strukturelle Interesse reduziert.</p>
<p>Die Bewahrung der Ehre ist in Gesellschaften bedeutender, als das Interesse an dem Tausch an sich. Durch die Betrachtung der sozialen Praxis, gelingt es Bourdieu ein objektiveres Bild einer Austauschbeziehung aufzubauen. Die theoretische Struktur einer Austauschbeziehung erschließt gemäß Bourdieu aus der sozialen Praxis.</p>
<p><strong>Literaturverzeichnis </strong></p>
<p>Sahlins, Marschall, D. 1965. On the Sociology of Primitive Exchange. In The Relevance of Models for Social Anthropology, hrsg. von Banton, Michael. London: Tavistock. 139-187.</p>
<p>Pierre Bourdieu, Ehre und Ehrgefühl, S.11-47. in: Bourdieu, Pierre: Entwurf einer Theorie der Praxis. Frankfurt am Main 1976.</p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> Bourdieu, Pierre: Entwurf einer Theorie der Praxis. Paris 1960, S.46.</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Das Interesse an einer Austauschbeziehung wird sozusagen voraus gesetzt.</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Bourdieu, Pierre: Ehre und Ehrgefühl, S.24; in: Bourdieu Pierre: Entwurf einer Theorie der Praxis. Paris 1960.</p>
<p><a href="#_ftnref4">[4]</a> Ebd., S.29.</p>
<p><a href="#_ftnref5">[5]</a> Sahlins, Marshall D.: On the Sociology of Primitive Exchange. D. 1965, S.141; S.147f; in: A.S.A. Monographs I, hrsg. von Banton Michael, 1965.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Religion gives meaning of life – without religion, life is pointless.</title>
		<link>http://www.alltags-philosophen.de/2011/05/08/religion-gives-meaning-of-life-%e2%80%93-without-religion-life-is-pointless/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 12:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Religionen]]></category>
		<category><![CDATA[faith]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>

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		<description><![CDATA[For many people in the world, religion is a very important thing. It gives them faith, trust and hope. Religion gives many people a road map in their life without they could not life happy. For religious people life would be pointless without a religion because there would be no goal and no higher purpose. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>For many people in the world, religion is a very important thing. It gives them faith, trust and hope. Religion gives many people a road map in their life without they could not life happy. For religious people life would be pointless without a religion because there would be no goal and no higher purpose. Without to faith in a supernatural world their live would be pointless.</p>
<p><span id="more-131"></span></p>
<p>Of course religion does not only mean to believe in God. It is the faith in something “higher” and something “supernatural”, too. Therefore religion does not mean only people there are in confessions like Catholics or <span id="result_box" lang="en"><span title="Zur Anzeige alternativer Übersetzungen klicken">Protestant</span></span>. Every human must have a religion when we say religion is faith in general. Without a faith in anyone live is really pointless.</p>
<p>But when religion means some world religion like Christianity you cannot say that a life without a confession is pointless. Even so many believers and dependants of such religious organizations think so that every human being without a confession is nonbeliever and cannot have a good live.</p>
<p>Of course that is a very conservative and unenlightened view of religion. For the enlightenment, for instance, religion is the faith in your own intellect. In the ages of enlightenment religion has gotten a new meaning. It was no more longer only the belief in God. Religion developed to an attitude of live.</p>
<p>The point is that religion in the view of a modern and enlightened world must not fail in every live. When religion means faith in general it is essential for every one. Religion as a confession in some religious organization is another thing. A faith is not dependent on a religious organization. In an enlighten worldreligion faith is belive in the intellect of a rational world.</p>
<p>Words: 345</p>
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		<title>Que podría ser un efecto de la filosofía</title>
		<link>http://www.alltags-philosophen.de/2011/04/22/que-podria-ser-un-efecto-de-la-filosofia/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 19:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Que podría ser un efecto de la filosofía. Esta pregunta no hubiera existido por unos siglos pero hoy esta pregunta es mas presente que nunca. Por ejemplo en los siglos XIIX  y XIX filosofía tenía un efecto en su mismo. Filosofía existía sin deuda a lado de las otras ciencias. Y más filosofía era la [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Que podría ser un efecto de la filosofía. Esta pregunta no hubiera existido por unos siglos pero hoy esta pregunta es mas presente que nunca. Por ejemplo en los siglos XIIX  y XIX filosofía tenía un efecto en su mismo. Filosofía existía sin deuda a lado de las otras ciencias. Y más filosofía era la ciencia suprema. Aparte la filosofía no necesitaba un efectivo en efectivo. Lo necesitar de un efecto en efectivo es un fenómeno del capitalismo. Es un efecto de nuestro mundo pragmático.</p>
<p>El problema hoy, con las ciencias es, que las ciencias van a clasificar en rentable y efectiva y en práctica o teorética. Rentable y efectiva son por ejemplo economía, mercado técnico y ciencias como admiración, ingeniera, etc. Estas ciencias tienen un efecto claro y visible. Estas ciencias tienen un efecto y son rentables por que se producen cosas para el mundo técnico. Al fin ellas producen dinero o al menos personas que producen dinero.</p>
<p><span id="more-135"></span>La separación en práctica y teorética se explica para su mismo por que en nuestro mundo actual, practica significa un efecto en efectivo. Hoy practica significa rentable en nuestro mundo de capitalismo real y teorética significa lo contrario por que no produce algo útiles. Pues filosofía es una ciencia teorética y no puede realizar esta pretensión.</p>
<p>Entonces un problema ahora con la filosofía es que ella no tiene, en seguida, un efecto visible y palpable. Facialmente podamos decir que un gran problema de la filosofía actual sea que ella no produzca dinero y cosas rentables. Tampoco la filosofía produzca, en seguida, cosas papables. Filosofía no tiene un efecto en un sistema tan rápido en donde nosotros vivimos. En nuestro mundo de progreso, en general significar dinero, rapidez e investigaciones que se merecen y déjense a usar a más tarde de 10 años. La filosofía va a tener problemas a sobrevivir en este mundo por que ella no esta concepteado para ser rentable en el sistema de capitalismo. También la filosofía no fue concepteado para un mundo en que dinero vale más que conocimiento.</p>
<p>Casi se parece que el mundo de dinero y técnico ha olvidado que sea la filosofía. Mucha gente dice que la filosofía no es una cosa real. Solamente ella sea teorética, “platicas” y nada mas. Pero la misma gente trabaja con machinas y construye por ejemplo paginas de red en un mundo que se llama “cyberworld” y dice esto sea el mundo real.</p>
<p>También una buena pregunta sea porqué el mundo haya olvidado que sea una filosofía. Un punto importante para solucionar esta pregunta es que la filosofía como una ciencia hoy sea más una historia de la filosofía y no una filosofía como anterior. Eso sea un gran problema porque incluso los estudiantes que estudien filosofía generalmente tampoco sepan que sea una filosofía en verdad.</p>
<p>¿Pues pero en, la realidad, como sería un efecto practico de la filosofía hoy?</p>
<p>Un efecto que va a practicar hace milenios es enseñar y dar clase. Pero en este mundo eso no vale directo como un efecto por que tú tomas clase para dar clase. Es un círculo encerado en su mismo y no hay una conexión en el mundo afuera. Pero es un efecto al menos indirecto.</p>
<p>Una cosa podría ser una filosofía para niños. La Filosofía y los conceptos filosóficos como una parte fundamental para la educación de los niños. Esto tendría un efecto al menos indirecto también por que iría a crear una generación de húmanos más sabrosos y a lo mejor ellos podrían encontrar un efecto y una esencia concreta de una filosofía del siglo XXI.</p>
<p>En realidad la filosofía no puede tener un efecto que es tangible en este mundo. Filosofía no esta concepteado para tener un efecto que necesita el sistema del capitalismo. También esto es un problema de todas ciencias humanas porque ellas están concepteadas en un mundo pragmático. Al más la filosofía puede tener un efecto indirecto sobre la educación para mantener el “status Q”. Pero filosofía como anterior, como en el tiempo de Aristóteles esta muerto porque la mayoría de nuestro mundo ha olvidado que es la filosofía. Esto haga una investigación profunda sobre poblemos filosóficos de nuestro mundo actual casi imposible porque dicho prudentemente no hay dinero para investigar en cosas como la Metafísica. En un mundo en que casi solamente vale el tiempo actual, no hay dinero para una cosa más allá.</p>
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		<title>Vergesellschaftungsprozesse James Scotts Diskussion der „hidden“ and „public transcripts“</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 19:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vergesellschaftungsprozesse]]></category>
		<category><![CDATA[Certeau]]></category>
		<category><![CDATA[hidden transcript]]></category>
		<category><![CDATA[James Scotts]]></category>
		<category><![CDATA[James Scotts Diskussion der hidden and public transcripts]]></category>
		<category><![CDATA[Vergesellschaftungsprozesse Mahatma Gandhi]]></category>

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		<description><![CDATA[Beziehen sie die Unterscheidung von Taktiken und Strategien bei de Certeau auf James Scotts Diskussion der „hidden“ and „public transcripts“. Wann geht ein Widerstand von Taktik in Strategie über? Inwiefern geht Scott über Elias hinaus?
 
Certeau und Scotts beschreiben in ihren Texten Vergesellschaftungsprozesse, die aus dem Widerstand hervor gehen können und vor allem in einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beziehen sie die Unterscheidung von Taktiken und Strategien bei de Certeau auf James Scotts Diskussion der „hidden“ and „public transcripts“. Wann geht ein Widerstand von Taktik in Strategie über? Inwiefern geht Scott über Elias hinaus?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Certeau und Scotts beschreiben in ihren Texten <strong>Vergesellschaftungsprozesse</strong>, die aus dem Widerstand hervor gehen können und vor allem in einen Widerstand führen. Beide erörtern diesen Punkt, allerdings auf unterschiedlichen Ebenen. Aus diesem Grund unterscheidet Certeau zwischen <em>Taktik</em> und <em>Strategie</em> und Scotts zwischen <em>hidden</em> und <em>public transcripts</em>, obwohl sie beide von Transkriptionen sprechen. Scotts bezeichnet diese nun explizit als <em>transcripts</em> und erörtert an präzisen Beispielen aus der Gesellschaft. Die Argumentationsweise von Certeau hingegen behandelt den Sachverhalt auf soziolinguistischer Basis anhand der Begriffe <em>Taktik</em> und <em>Strategie</em>. In den beiden Formen des Sprachgebrauches liegen für ihn 2 Handlungslogiken verborgen, die entweder taktischer oder strategischer Natur sind (die taktische und die strategische Handlungsweise).<a href="#_ftn1">[1]</a></p>
<p><span id="more-121"></span><strong>Certeau</strong> unterscheidet nun Taktik von Strategie, indem er der Strategie einen Ort zuschreibt und somit etwas „Eigenes“ und der Taktik nicht. Dieses „Eigene“ macht die Strategie unabhängig von der Zeit und gibt ihr eine Basis, von wo aus sie gegen eine, durch das „Eigene“, etablierte Außenwelt agieren kann. Die Taktik ist ohne Ort, ohne „Eigenes“ und somit auch abhängig von der Zeit. Sie hat nur den Ort des anderen indem sie aufgehen und höchstens teilweise eindringen kann. Ohne sich auf eine Basis beziehen zu können, bleibt ihr nur der Ort des Anderen und das Erhaschen des Augenblicks. Eine Kapitalisierung ihrer Gewinne ist folglich durch diese Schnelllebigkeit auch nicht möglich.<a href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Das <em>hidden transcript</em> vollzieht sich im Verborgenden. Dem gegenüber spielt sich das <em>public transcript</em> in der Öffentlichkeit ab. Auch bei der Diskussion über die <em>hidden</em> und <em>public transcripts</em>, geht es um die Zuschreibung von einem Ort und folglich von etwas „Eigenem“. Das <em>hidden transcript</em> ist hierbei das, welches keinen Ort besitzt und nur im anderen existiert. Es kann nur im Verborgenden agieren und ist abhängig von der Zeit. Das <em>public transcript</em> dagegen besitzt dieses „Eigene“ und hat somit auch eine Basis, von wo aus sie agieren kann. Als Beispiel ist das Verhältnis zwischen einen Sklaven und seinen Herrn sehr dienlich. Als <em>hidden transcript</em> versteht sich hier die Gesprächsebene der Untergebenen. Dieses tritt nie offen und vor dem Herrn zu Tage. Nur im Schutze.</p>
<p>Gleichgestellter gelangt das <em>hidden transcript </em>zur Verbreitung. In diesem tritt der Wunsch nach Triumph und nach Revange, in Form eines versteckt (<em>hidden</em>) verbreiteten Widerstands, hervor. Das <em>public transcript</em> wiederum, kann den Herrschenden zugeordnet werden. Diese sind Inhaber eines Ortes und können den Diskurs offen führen.</p>
<p>Man kann also die Taktik zu den Unterdrückten und Inhabern des <em>hidden transcripts </em>zu ordnen<em> </em>und die Strategie zu den Herrschenden und Inhabern des <em>public transcripts</em>. Die Sklaven besitzen keinen Ort, sondern existieren nur im Ort ihrer Herren.</p>
<p>Ein Widerstand geht nun von Taktik in Strategie über, wenn die Unterdrückten ihr <em>hidden transcript</em> anfangen publik zu machen und es somit öffentlich verbreiten. Wenn die Taktik anfängt nicht nur in den Ort (Raum) der Strategie einzudringen, sondern selbst einen Ort bildet, dann wird Taktik zu Strategie. Das „Eigene“, welches sich über einen Ort definiert, schafft die Basis für den Widerstand und die Voraussetzung für einen Übergang in einen.</p>
<p><strong>Scotts</strong> diskutiert dies an dem Beispiel der Mrs. Poyer, die in Form einer Klageschrift das <em>hidden transcript,</em> für die Inhaber des <em>public transcripts</em>, übersetzt.<a href="#_ftn3">[3]</a> Sie spricht für alle Inhaber des <em>hidden transcripts</em> und verbreitet in ihrem Namen, die Meinung aller Unterdrückten. In diesem Moment bilden sie selbst einen Ort und verlassen den der Anderen. Sie solidarisieren sich zu einer Einheit und machen ihre Sache (<em>hidden transcript</em>) publik. Ein gutes Beispiel dafür ist Mahatma Gandhi: Er vertrat das <em>hidden transcript </em>von über 650 Millionen Indern und machte es öffentlich. Folglich ist nicht nur eine Solidarisierung nötig, sondern auch eine Persönlichkeit, der ihr <em>hidden transcript</em> vertritt.</p>
<p>An diesem Punkt geht Scott über Elias hinaus. Er schreibt dem Individuum entschieden mehr Bedeutung zu. Die Macht eines Individuums wie zum Beispiel <strong>Mahatma Gandhi</strong> oder Mrs. Poyer, kann eine Gesellschaft und ein Gesellschaftsspiel nachhaltig beeinflussen. Wenn sie es zum Beispiel schaffen würden „a collektive culture product“<a href="#_ftn4">[4]</a> zu erreichen, wie sich Scotts ausdrückt, ist nicht nur ein Umsturz, sondern vielmehr eine Umwälzung von gesellschaftlichen und moralischen Wertvorstellungen möglich. Das heißt, dass ein Individuum dazu in der Lage ist Gesellschaftsprozesse zu beeinflussen, auf das sie sich auf sein zutun hin verändern. Nicht Gruppen sorgen für eine Dynamik in gesellschaftlichen Prozessen, viel mehr die Gruppenführer sind es, die die Veränderungen bringen. Elias dagegen beschreibt seine Gesellschaftsspielmodelle gänzlich unabhängig vom Individuum und lässt dabei die Dynamik die ein Individuum auf  solche Prozesse ausüben kann gänzlich außer betracht.</p>
<p><strong>Literaturverzeichnis </strong></p>
<p>De Certeau, M. (1988). Die Kunst des Handelns. Berlin, Merve. S.21-26 („Taktiken von Praktikern“).</p>
<p>Elias, Norbert. 1970. Spiel-Modelle. In Elias, Norbert: Was ist Soziologie? München: Juventa Verlag, 75-145.</p>
<p>Scott, J. C. (1990). Domination and the Arts of Resistance. Hidden Transcripts. New Haven, Yale University Press. 1-16.</p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> De Certeau, M. (1988). Die Kunst des Handelns. Berlin, Merve. S.25.</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Ebd., S.23.</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Scott, J. C. (1990). Domination and the Arts of Resistance. Hidden Transcripts. New Haven, Yale University Press. S.7.</p>
<p><a href="#_ftnref4">[4]</a> Ebd., S.9.</p>
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		<title>Zitat des Tages von Tiger Woods</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 17:39:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Tiger Woods]]></category>

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		<description><![CDATA[Für mich kommt das Zitat des Tages von Tiger Woods:
&#8220;Man muss im Leben nichts erreichen, man muss im Leben etwas bewältigen!&#8221;
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich kommt das Zitat des Tages von Tiger Woods:</p>
<p>&#8220;Man muss im Leben nichts erreichen, man muss im Leben etwas bewältigen!&#8221;</p>
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		<title>Valentinstag mal anders!</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 19:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophisches zur Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[14. Februar]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof von Terni]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen Verliebte Valentinstag Geschichte Hinrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[der heilige Valentin]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Valentinstag]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Valentinstag gilt allgemein als der Tag der Jugend, der Familie, der Liebenden und des Blumenschenkens.
Weit verbreitet ist der Brauch, den 14. Februar als Gedenktag des heiligen Valentin zu begehen, der in den überlieferten Geschichten einmal als römischer Priester, ein anderes Mal als Bischof von Terni oder als beides gleichzeitig bezeichnet wird. Ihm wurde nachgesagt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Valentinstag gilt allgemein als der Tag der Jugend, der Familie, der Liebenden und des Blumenschenkens.<br />
Weit verbreitet ist der Brauch, den 14. Februar als Gedenktag des heiligen Valentin zu begehen, der in den überlieferten Geschichten einmal als römischer Priester, ein anderes Mal als Bischof von Terni oder als beides gleichzeitig bezeichnet wird. Ihm wurde nachgesagt, Kranke und Verkrüppelte heilen zu können und dass er Blumen an Verliebte verschenkte sowie gegen den staatlichen Willen Trauungen vollzog. Der 14. Februar soll das Datum seiner Hinrichtung gewesen sein.</p>
<p>UND NU??? Wollt ihr mit Euerm Liebsten ne Hinrichtung feiern???</p>
<p>Zur Sonne zur Freiheit, Katja!</p>
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