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	<title> &#187; kulturelle Phänomen Landschaft</title>
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		<title>Die Inszenierung kultureller Landschaften: Landschaftsmalerei und Naturdarstellung</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 22:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[kulturelle Phänomen Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bilderlandschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Die Inszenierung kultureller Landschaften]]></category>
		<category><![CDATA[kultivierte Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsmalerei]]></category>
		<category><![CDATA[Naturdarstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Paradigma]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Landschaftsmalerei entwickelte sich von der reinen Darstellung der Natur, hin zur perfekten Inszenierung von kulturellen Landschaften. Es fing an mit der Betrachtung der Natur und dem Erkennen ihrer Schönheit. Man entdeckte den malerischen Charakter in der Natur und das dieser eine spezielle Wirkung auf die menschliche Seele hat. Die „Bilderlandschaften“, die vor allem zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="Die Landschaftsmalerei" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landschaftsmalerei" target="_blank">Landschaftsmalerei</a> entwickelte sich von der reinen Darstellung der Natur, hin zur perfekten Inszenierung von kulturellen Landschaften. Es fing an mit der Betrachtung der Natur und dem Erkennen ihrer Schönheit. Man entdeckte den malerischen Charakter in der Natur und das dieser eine spezielle Wirkung auf die menschliche Seele hat. Die „Bilderlandschaften“, die vor allem zu Zeiten der <a title="Die Renaissance" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance" target="_blank">Renaissance</a> gemalt wurden, waren keine Abbildungen der Natur. Es waren Landschaften, die vom Menschen geschaffen wurden. Es verdeutlicht in gewisser Art und Weise, wie die Menschen die Natur zur Zeit der Renaissance erlebten und wie die Menschen begannen, die Natur überhaupt wahrzunehmen.</p>
<p><span id="more-93"></span></p>
<p><!--Ads1--></p>
<p>Das kulturelle Phänomen Landschaft ist ein Produkt des Menschen. Landschaft ist nichts in der Natur Vorkommendes. Es ist vielmehr von dem Menschen „kultivierte Natur“, das heißt: durch menschliche Arbeit geschaffenes Land. Die theoretische Betrachtung des Phänomens Landschaft begann in der Neuzeit und wurde durch die Landschaftsmalerei ermöglicht. So wie die Renaissance im 19. Jahrhundert als solche benannt und theoretisch behandelt wurde (Jacob Burckhardt), so wurde auch die Landschaft erst viel später zu einem kulturellen Phänomen und zu einem kulturellen <a title="Paradigma" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paradigma" target="_blank">Paradigma</a>.</p>
<p>Die Natur stellt sich in der Landschaftsmalerei entstellt dar. Sie entzieht sich förmlich ihrer Darstellung. Auch wenn man Natur auf dem Bild sieht, ist es dennoch keine Natur. Es ist nicht die Natur, die wir sehen, sondern viel mehr das, was der Maler in ihr sieht, wahrnimmt und somit zeichnet. Die meist so phantastisch, kreierten Landschaften kommen in dieser Form in der Natur nicht vor. Sie zeigen vielmehr, wie jene Maler die Natur zur damaligen Zeit erlebten.</p>
<h3>Literatur zur Landschaftsmalerei:</h3>
<p>Univie (Stand: 2007):</p>
<p>URL: http://homepage.univie.ac.at/elke.mader/natur_landschaft.pdf</p>
<p>Wapedia (Stand: 2007):</p>
<p>http://wapedia.mobi/de/Landschaftsmalerei</p>
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		<title>Entwicklung der Landschaft in der Malerei: Jan van Eyck, Joachim Patinir, Jan van Goyens</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 11:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[kulturelle Phänomen Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ecoles du Nord von 1643]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung der Landschaft in der Malerei]]></category>
		<category><![CDATA[Jan van Eyck]]></category>
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		<category><![CDATA[Landschaftsmalerei]]></category>
		<category><![CDATA[Madonna des Kanzlers Rolin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiteres Bild von Jan van Eyck, einige Jahre später gezeichnet (1435), wies nun auch deutlich mehr landschaftliche Aspekte auf. Ein großer Bildteil besteht in der Madonna des Kanzlers Rolin bereits aus Landschaft. Auf diesem Bild sieht man im Vordergrund des Bildes den Kanzler und die Madonna sitzend, mit einem Kind auf dem Schoß. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-83" title="Eyck_madonna_rolin" src="http://www.alltags-philosophen.de/wp-content/uploads/2009/12/Eyck_madonna_rolin-285x300.jpg" alt="Eyck_madonna_rolin" width="285" height="300" />Ein weiteres Bild von <a title="Jan van Eyck" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_van_Eyck" target="_blank">Jan van Eyck</a>, einige Jahre später gezeichnet (1435), wies nun auch deutlich mehr landschaftliche Aspekte auf. Ein großer Bildteil besteht in der <em>Madonna des Kanzlers Rolin</em> bereits aus Landschaft. Auf diesem Bild sieht man im Vordergrund des Bildes den Kanzler und die Madonna sitzend, mit einem Kind auf dem Schoß. Der Hintergrund besteht zu großen Teilen aus Landschaft, was diese zu einem realen, gestalterischen Mittel macht. Die Landschaft wirkt nicht nur Hintergrund verzierend, sondern vielmehr auch Hintergrund gestaltend. Jan van Eyck arbeitete akribisch an jedem Detail, was seine Werke letztendlich so besonders und so einmalig für diese Zeit machten. Das vielleicht außergewöhnlichste an diesem Bild ist die ausschließliche Darstellung der Weltlichkeit.</p>
<p>Zwei Menschen prägen das vordere Geschehen, während eine Landschaft den Hintergrund gestaltet. Die Komponierung und die Detailfülle sind ebenfalls einzigartig. Doch auch in diesem Bild wird nicht gänzlich auf christliche Motive verzichtet, was sehr deutlich an der Geste des Kanzlers, den gefalteten Händen zum Gebet, zu sehen ist.</p>
<p><span id="more-82"></span><br />
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<img class="aligncenter size-medium wp-image-84" title="Felsenlandschaft" src="http://www.alltags-philosophen.de/wp-content/uploads/2009/12/Unbenannt-1-Kopie-281x300.jpg" alt="Felsenlandschaft" width="281" height="300" />Der holländische Maler Joachim Patinir gilt als der erste, niederländische Maler, der sich hauptsächlich auf das Malen von Landschaften spezialisierte, allerdings verzichtete auch er nicht darauf, religiöse Szenen in seinen Werken einzubetten. Sehr anschaulich wird dies in seinem Bild eine Felslandschaft mit den Hl. dargestellt. Die wunderschön in Szene gesetzten Landschaften mit ihren phantastisch, anmutenden Felslandschaften bilden scheinbar das Fundament, um die Religiosität seiner Bilder noch zu verstärken.</p>
<p>Das soll an dieser Stelle verdeutlichen, dass die Religiosität keineswegs vergessen war und auch nicht aus der Motivpalette der Künstler verschwand. Die Kirche hatte noch immer eine sehr große Macht und war vor allem zu größtem Maße verantwortlich für Bildung und Kunst. Weiterhin bedeutete ein Konflikt mit der Kirche noch immer, dass man sein Leben aufs Spiel setzte. Letztendlich könnte man nun Vermutungen anstellen, ob die Einbettung religiöser Motive nur deswegen erfolgte, um nicht in einen Konflikt mit der Kirche zu gelangen, was sich an dieser Stelle allerdings nicht erschöpfend klären ließe. Was allerdings als ernstzunehmender Grund anerkannt werden kann ist, dass für viele Künstler dieser Zeit die Kirche noch immer ein sehr wichtiger Bezugspunkt darstellte. Alles das, was man sah, war in vielen Augen noch immer Gottes Schöpfung und Gottes göttlicher Pinselstrich. Letztendlich kam es nur zu einer Verlagerung der religiösen Darstellung von der Apostel Darstellung zur Landschaftsdarstellung, wobei Landschaft mit göttlicher Schöpfung gleichgestellt wurde.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-85" title="Windmühlen" src="http://www.alltags-philosophen.de/wp-content/uploads/2009/12/ME0000058997_3-300x205.jpg" alt="Windmühlen" width="300" height="205" />Fast zwei Jahrhunderte später vollendete sich erst die Entwicklung der Landschaftsmalerei zu einer Malerei, scheinbar frei von Religiosität, in den Werken Jan van Goyens. Seine Landschaften wirken gänzlich von jedem religiösen Einfluss befreit. Mit ihm entsteht die „wirkliche“ Landschaftsmalerei. Er ist der Erste, der vor allem auch kulturelle Landschaften, wie Häfen und Städte darstellte.</p>
<p>In seinem Werk Ecoles du Nord von 1643 z.B. stellt er eine Stadtlandschaft dar. Er machte kulturelle Landschaften malerisch und versuchte die Perfektion und das Schöne im menschlichen Schaffensprozess darzustellen. Sehr deutlich zu erkennen an der exakten Rechtsausdehnung seiner Bilder. Bei genauem Hinsehen erkennt man dies an den Segeln, Masten und auch Fahnen. Generell scheint jedes seiner Bilder rechtsbündig angeordnet zu sein.</p>
<p><!--Ads3--></p>
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		<title>Die Italiener &#8211; Entdecker der Landschaft in der Malerei</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 21:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[kulturelle Phänomen Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[die Madonna in der Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[italienischen Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Jan van Eyck]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Italiener werden als die frühesten unter den Modernen angesehen. Sie nahmen die Natur als etwas mehr oder weniger Schönes wahr und lieferten als erste, feste Beweise für eine tiefere Wirkung großer landschaftlicher Anblicke auf das Gemüt. Sie erkannten die Bedeutung der Landschaft für die Seele (Dante 1307 – 1320). Diese Entwicklung begann mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Italiener werden als die frühesten unter den Modernen angesehen. Sie nahmen die Natur als etwas mehr oder weniger Schönes wahr und lieferten als erste, feste Beweise für eine tiefere Wirkung großer landschaftlicher Anblicke auf das Gemüt. Sie erkannten die Bedeutung der Landschaft für die Seele (Dante 1307 – 1320). Diese Entwicklung begann mit der <a title="Die italienische Renaissance" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance">italienischen Renaissance</a>.</p>
<p>In dieser Zeit entwickelte sich der Gedanke, dass die Erde nicht nur als Zwischenstation dient und das das Jenseits nicht die einzige, lebenswerte Welt darstellt. Man begann die Welt als etwas mehr oder weniger Schönes zu erkennen und man wollte nicht mehr hinnehmen, dass die Welt nur von Gott geschaffen wurde, um den Menschen leiden zu lassen. Man fing an, die Welt zu betrachten und im „Diesseits“ zu leben.</p>
<p><span id="more-68"></span></p>
<p><!--Ads1--></p>
<p>Als ein entscheidendes Ausdrucksmittel hierfür verstand sich die Malerei. Vor allem die seit dem späten Mittelalter existierende Tafelmalerei machte es möglich, dass sich die Landschaftsmalerei entwickeln konnte. Im späten Mittelalter transformierte der Begriff Landschaft zu seiner heutigen, rein geografischen Bedeutung. Für die Malerei der Renaissance bedeutete das, dass sich „der Begriff Landschaft als Bezeichnung für die Darstellung eines Ausschnitts aus einem Naturraum“ einbürgerte. Die Wurzeln des Begriffs liegen im Altdeutschen und beschreiben seit dem 12. Jahrhundert „die Gesamtheit der Bewohner eines Landes (welche später auf die ständische Versammlung eines Landes ausgedehnt wurde)“ (Wapedia).</p>
<p>Weiterhin erwies sich das „draußen malen“ als einer der entscheidenden Punkte der Naturwahrnehmung und der Entwicklung der Landschaftsmalerei. Die Malerei veränderte sich zu einer Ausdrucksform, welche die Welt so darstellen wollte, wie sie war und nicht so, wie die Bibel es aufzeigte und vorgab. Man wollte die reale Welt darstellen<strong>. </strong>Landschaften gewannen malerischen Charakter und es entstand das Bedürfnis, diesen Charakter auch abzubilden.</p>
<p>Anfangs dominierten noch die Kirche und die dazugehörige, biblische Motivwelt in der Landschaftsmalerei. Ferner ging es anfänglich auch weniger darum die kirchliche Motivwelt aus der Malerei zu verdrängen. Die Natur in ihrer Perfektion spiegelte für viele Künstler noch immer den göttlichen Pinselstrich wieder. Vorerst wollte man lediglich die Welt so malen, wie sie war. Man wollte ein realistisches Abbild schaffen und die „weltliche“ Welt in den Vordergrund rücken.</p>
<p>Ein wichtiges Bild, mit der die Entwicklung der Landschaftsmalerei gewissermaßen ihren Anfang nahm, war das Bild von Jan van Eyck (1426), <em>die Madonna in der Kirche</em>. Die Madonna selbst wurde zentral in einer Kirche dargestellt. Sie hält ein Kind in Ihren Armen und trägt ein langes schwarz –rotes Gewand und auf dem Kopf eine Krone.</p>
<p>Bereits auf den ersten Blick sichtbar ist die übergroße Darstellung der Madonna im Vergleich zur Kirche und auch zum Kind. Auch erkennt man unweigerlich, dass Landschaft auf diesem Bild gänzlich fehlt. Als paradigmatisch für die Landschaftsmalerei erweist sich das Bild erst beim genaueren Hinschauen. Was sogleich ins Auge springt, ist die Detailtreue und Detailfülle, die dieses Bild auszeichnet und sehr ungewöhnlich für diese Zeit macht. Weiterhin sehr interessant erweist sich der Aspekt, dass in diesem Bild erste Züge von perspektivischem Malen zu erkennen sind. Die Madonna wurde in den Mittelpunkt gestellt und exakt im Raum angeordnet. Der Umstand, dass die Madonna unnatürlich groß dargestellt wurde, lässt keineswegs darauf schließen, dass es zu proportionellen Fehlern kam. Zu erkennen ganz deutlich an den exakt proportionell angeordneten Schatten, die die Kerzen werfen.<strong> </strong>Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass in diesem Bild begonnen wurde, die weltliche Macht (Autorität) in den Vordergrund zu rücken und ihr mehr Raum und Einfluss einzuräumen.</p>
<p>Die Madonna, quasi größer dargestellt als die Kirche, zwei weltliche Symbole tragend (Die Krone und das Kind), zeigte den aufkommenden Trend dieser Zeit, der die Welt in den Vordergrund rücken sollte.<strong> </strong>Die Anfänge der Tafel- und Holzmalerei hatten noch erhebliche Probleme mit der räumlichen Darstellung der Welt und auch mit der Proportion von Personen. Erst durch das Betrachten von Landschaften wurde verdeutlicht, was eine Perspektive bedeutet und das die Perspektive entscheidend für eine exakte Anordnung von Dingen im Raum überhaupt erst ermöglichte. Das Paradigma der Perspektive machte die Landschaftsmalerei erst möglich.</p>
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		<title>Das kulturelle Phänomen Landschaft und seine Entwicklung in der Malerei</title>
		<link>http://www.alltags-philosophen.de/2009/10/25/das-kulturelle-phanomen-landschaft-und-seine-entwicklung-in-der-malerei/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 17:28:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Provocateur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichtstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[kulturelle Phänomen Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[kulturelle Phänomen]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[ 
Landschaft als kulturelles Phänomen ist ein Begriff, der in der Neuzeit geprägt wurde. Ein langer, kultureller Prozess ging dem voran, der die Erkenntnis, dass Landschaft nicht ein natürlicher, sondern ein vom Menschen geformter Raum ist, erst ermöglichte. Die frühe Landschaftsmalerei hat auf diesem Weg eine entscheidende Rolle gespielt.
Die Anfänge hierfür sind in der Renaissance [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><a title="Begriffserklärung Landschaft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landschaft" target="_blank">Landschaft</a> als kulturelles Phänomen ist ein Begriff, der in der Neuzeit geprägt wurde. Ein langer, kultureller Prozess ging dem voran, der die Erkenntnis, dass Landschaft nicht ein natürlicher, sondern ein vom Menschen geformter Raum ist, erst ermöglichte. Die frühe Landschaftsmalerei hat auf diesem Weg eine entscheidende Rolle gespielt.</p>
<p>Die Anfänge hierfür sind in der <a title="Begriffserklärung Renaissance" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance" target="_blank">Renaissance</a> zu sehen. Landschaft tauchte dabei anfangs gewissermaßen als Form auf, den Hintergrund zu verzieren und arbeitete sich über die Jahrhunderte hinweg in den Vordergrund, um letztendlich als eigenständiges, gestalterisches Mittel zu fungieren. Was bedeutet nun Landschaft und was macht Landschaft zu einem kulturellen Phänomen? In verschiedenen Artikel rund um das Thema Landschaft wird in der nächsten Zeit versucht das Phänomen Landschaft zu ergründen.</p>
<p>Eure Beiträge sind ebenfalls herzlich Willkommen. Bei Interesse, kontaktiert mich einfach und schickt mir eure Beiträge (<a title="Kontaktformular" href="http://www.alltags-philosophen.de/2009/10/25/kontakt/">zum Kontaktformular</a>).</p>
<p><span id="more-55"></span></p>
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<p>Gemäß einer Definition ist eine Landschaft ein Ausschnitt der Erdoberfläche, welcher sich durch gemeinsame Merkmale von anderen Landschaften mehr oder minder deutlich abgrenzt. Man unterscheidet hier von natürlichen Landschaften, wie Küsten- oder Berglandschaften und von Kulturlandschaften, wie Stadtlandschaften, landwirtschaftliche Nutzflächen oder auch, ein eher modernerer Ausdruck, Einkaufslandschaften.</p>
<p>Vom begrifflichen Standpunkt aus gesehen könnte durchaus gesagt werden, dass Landschaft nichts Natürliches ist. In der Natur kommt Landschaft als Phänomen nicht vor. Landschaft ist etwas vom Menschen Geschaffenes, ein Begriff, der den Zustand einer natürlichen Region beschreibt. Dies macht Landschaft gewissermaßen zu einem kulturellen Phänomen. Der Mensch hat sie geschaffen, indem er die Natur kultivierte und in dem er das, was er kultivierte letztendlich benannte.</p>
<p>Die <a title="Begriffserklärung Landschaftsmalerei" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landschaftsmalerei" target="_blank">Landschaftsmalerei </a>in ihren Anfängen wollte die Natur in ihrer ganzen Schönheit oder auch Nicht- Schönheit darstellen. Es wurde dabei allerdings weniger die Natur dargestellt, sondern vielmehr eine Landschaft, die in dieser Form in der Natur niemals wieder zu finden war. Die Natur wurde vielmehr inszeniert und zu einer Landschaft kultiviert. In der Landschaftsmalerei wurde mehr etwas geschaffen, als das die Natur abgebildet wurde. Ist es überhaupt möglich die Natur abzubilden oder wird nicht viel mehr mit jeglichem Versuch, etwas gestalterisch darstellen zu wollen, immer auch eine Interpretation vorgenommen. Schafft man nicht förmlich eine so perfekt inszenierte Landschaft, dass es schwer fällt etwas Derartiges in der Natur zu erblicken? In der aufkommenden Landschaftsmalerei der Renaissance lässt sich die Entwicklung dieser am eindrucksvollsten beobachten. An ausgesuchten Bildern, soll illustriert werden, wie sich die Landschaft als gestalterisches Mittel in den Vordergrund malte.</p>
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